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Fast 60 Waldbrände toben im Westen der USA – Tausende Menschen auf der Flucht

  • Die extreme Hitze und Trockenheit hat Büsche und Bäume im Westen der USA ausgedörrt.
  • Für die Waldbrände sind sie so ein gefundenes Fressen.
  • Tausende Menschen sind auf der Flucht.
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Los Angeles. Waldbrände im Westen der USA haben Tausende Menschen in die Flucht getrieben und zahlreiche Häuser vernichtet. In zehn US-Staaten loderten am Dienstag von Alaska bis Wyoming fast 60 Waldbrände, die größten von ihnen in Oregon und Kalifornien, wie die Behörden mitteilten. Gleichzeitig ächzte die Region unter der zweiten großen Hitzewelle des Sommers. Eine vom Klimawandel begünstigte Megadürre habe die Vegetation ausgedörrt und mache die Brände umso gefährlicher, sagten Wissenschaftler.

Der größte Waldbrand tobte im Südwesten des Staates Oregon. Das sogenannte Bootleg-Feuer hat fast 50 Gebäude vernichtet. Weitere 2000 Häuser waren bedroht, wie die Feuerwehr mitteilte. Tim McCarley sagte dem Fernsehsender KPTV, er und seine Familie hätten sich am Freitag gerade noch in Sicherheit bringen können. Er verglich das Feuer mit einem flammenden Tornado. Die Flammen seien meterweit geschossen und hätten Bäume erfasst, die dann geradezu explodiert seien. Der Brand hatte sich auf eine Fläche von 818 Quadratkilometern ausgebreitet. Der Feuerwehr war es noch nicht gelungen, den Brand einzudämmen.

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Hitzewelle in den USA: Waldbrände wüten weiter
1:14 min
Besonders betroffen sind nach Angaben der Behörden die US-Bundesstaaten Oregon, Kalifornien und Arizona sowie die kanadische Provinz British Columbia.  © Reuters
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Bürger sollen Strom sparen

Weiter südlich hat sogenannte Beckwourth-Feuer in Nordkalifornien den Angaben zufolge 375 Quadratkilometer Wald- und Buschland vernichtet. Das von Wind und Dürre begünstigte Feuer war zwar zu 26 Prozent unter Kontrolle, doch wurden mehr als 3000 Menschen aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen - auch im angrenzenden Nevada.

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Die Flammen in Oregon kappten Stromleitungen nach Kalifornien mit einer Kapazität von bis zu 5500 Megawatt. Die Behörden forderten die Bürgerinnen und Bürger auf, so viel Strom wie möglich zu sparen, ansonsten werde es zu Stromausfällen kommen. Die Klimaanlagen laufen wegen der Hitze ohnehin auf Hochtouren und verbrauchen viel Energie, was das bereits stark belastete Stromnetz noch zusätzlich gefährdet.

Im Staat Washington gelang es der Feuerwehr, die weitere Ausbreitung eines Feuers teilweise zu stoppen. Die Brandfläche war allerdings immer noch 223 Quadratkilometer groß. Etwa 30 weitere große Brände griffen in Arizona, Idaho und Montana um sich.

Die Hitzewelle hat nach Angaben des Wetterdienstes ihren Höhepunkt in vielen Gegenden mittlerweile überschritten. In Teilen Kaliforniens wurden für Dienstag aber immer noch deutlich mehr als 30 Grad erwartet.

RND/AP

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