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USA: Ehefrau von „El Chapo“ zu 36 Monaten Gefängnis verurteilt

Emma Coronel Aispuro bei der Gerichtsverhandlung ihres Mannes "El Chapo".

Washington. Wegen ihrer Beteiligung am Drogen-Imperium ihres Mannes ist die Ehefrau des früheren mexikanischen Drogenbosses Joaquín „El Chapo“ Guzmán in den USA zu 36 Monaten Haft verurteilt worden. Ein Bundesrichter in der Hauptstadt Washington entschied am Dienstag zudem auf anschließende vier Jahre Bewährung und eine Geldstrafe in Höhe von 1 499 970 Dollar (rund 1,33 Millionen Euro), wie das US-Justizministerium am Dienstag mitteilte.

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Angeklagte plädiert auf schuldig in drei Anklagepunkten

Die Frau, Emma Coronel, hatte im Juni in drei Anklagepunkten auf schuldig plädiert: Verschwörung zum Schmuggel der Drogen Kokain, Heroin, Methamphetamin und Marihuana in die USA, Verschwörung zu Geldwäsche und Verletzung von US-Sanktionen gegen Guzmán. Die 32-Jährige, die sowohl die US-amerikanische als auch die mexikanische Staatsbürgerschaft besitzt, war am 22. Februar am internationalen Flughafen von Washington festgenommen worden.

Die Staatsanwaltschaft warf ihr auch vor, Guzmán bei der Flucht aus einem mexikanischen Gefängnis im Jahr 2015 geholfen zu haben. Sie soll demnach insgesamt von 2011 bis 2017 an den Aktivitäten des Sinaloa-Kartells beteiligt gewesen sein.

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Das mächtigste mexikanische Kartell

„El Chapo“ hatte das mächtige und brutale mexikanische Kartell etwa 25 Jahre lang angeführt. Inzwischen sitzt er in einem Hochsicherheitsgefängnis im US-Bundesstaat Colorado. Ein Gericht in New York hatte ihn im Juli 2019 zu lebenslanger Haft plus 30 Jahre verurteilt - Coronel war damals unter den Zuschauern im Gerichtssaal. Eine Jury befand den heute 64 Jahre alten Guzmán in einem der größten Drogenprozesse der amerikanischen Geschichte in allen zehn Anklagepunkten für schuldig - darunter Beteiligung an einer Verbrecherorganisation, Herstellung und internationale Verbreitung von Kokain und Heroin sowie Geldwäsche und Schusswaffengebrauch.

RND/dpa

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