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Desinfektionsmittel zum Schutz vor Corona getrunken: Vier Menschen sterben

Desinfektionsmittel sind in der Corona-Pandemie gefragt.

Desinfektionsmittel sind in der Corona-Pandemie gefragt.

New York. Desinfektionsmittel auf Alkoholbasis kann vor der Ausbreitung des Coronavirus schützen, wenn man sich die Hände damit desinfiziert. Doch für vier Menschen in zwei US-Staaten endete die Einnahme der Produkte nun tödlich. Im Mai und Juni hätten sich 15 Erwachsene in Arizona und New Mexico vergiftet, indem sie Handdesinfektionsmittel getrunken hätten, teilten Vertreter von Gesundheitsämtern diese Woche mit. Danach gab es vier Todesfälle. Drei der Betroffenen litten noch immer unter Sehstörungen, ergänzte das Zentrum für Seuchenkontrolle und Prävention.

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Alle Personen hatten Handdesinfektionsmittel mit Methanol intus. Die keimtötende Hauptzutat in handelsüblichen Produkten ist Ethanol, das auch konsumierbare ist. Doch andere Unternehmen haben es durch das gefährliche Methanol ersetzt, das etwa als Frostschutzmittel zum Einsatz kommt.

US-Behörde warnte vor Desinfektionsgel aus Mexiko

US-Präsident Donald Trump hatte selbst im April zum Entsetzen vieler Mediziner gesagt, womöglich könnten „Injektionen“ von Desinfektionsmitteln Coronavirus-Patienten heilen. Später behauptete er, seine Äußerung sei nur „sarkastisch“ gemeint. Auch in Deutschland hatte es vermehrt Anrufe beim Giftnotruf gegeben, weil Menschen Desinfektionsmittel geschluckt hatten.

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Erst im Juni hatte die US-Lebensmittel- und Arzneibehörde (FDA) vor Desinfektionsgels aus mexikanischer Produktion gewarnt, die große Mengen Methanol beinhalteten. Seitdem hat die Behörde die Liste ausgeweitet. Dutzende Produkte mit Methanol wurden in den USA zurückgerufen.

RND/AP

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