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  • US-Wahl 2020 – 104-jährige New Yorkerin stimmt gegen Trump: „Nun kann ich in Frieden sterben“

104-Jährige stimmt gegen Trump: „Nun kann ich in Frieden sterben“

  • Ruth heißt eine 104-jährige New Yorkerin, die vorzeitig zur Wahl ging, um mit ihrer Stimme den amtierenden Präsidenten Trump abzuwählen.
  • Für sie war es „die wichtigste Wahl“ seit dem Ersten Weltkrieg.
  • Sie beschimpfte Trump und sagte, nun in Frieden sterben zu können.
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Geboren wurde die New Yorkerin Ruth, bevor Frauen in den USA das Wahlrecht erhielten. Die anstehende Wahl ist für die 104-Jährige die wichtigste überhaupt. Deshalb gab die Frau, deren Nachname nicht bekannt ist, ihre Stimme auch vor dem 3. November ab. Videos, die sie mit ihrer Freundin, der Schriftstellerin Ruth Salie, und deren beiden Töchtern beim Urnengang in Manhattan zeigen, erfreuen sich in den USA höchsten Zuspruchs.

Sie zeigen Ruth, wie sie den Broadway Richtung Lincoln Center kreuzt. Sie wohnt in der Gegend schon seit der Nixon-Ära, wie Newsweek.com, berichtet. Die elegant in dunklem Mantel und Schal gekleidete Ruth hält Salies sechsjährige Tochter an der Hand, ein „I voted early“-Sticker ist an ihr zu sehen. Bevor sie zum Urnengang verschwindet, spricht sie kurz Klartext: „Mehr als alles andere will ich heute wählen, bevor ich dieses Arschloch Trump noch erschieße.“ Diese Wahl sei die wichtigste überhaupt – die Wahlen im Ersten und Zweiten Weltkrieg eingeschlossen. „This is it!“, sagt Ruth in einem der Videos bestimmt.

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Applaus auf der Straße, Tränen im Rollator

Als Ruth ihren Wahlzettel dann eingeworfen hatte, gab es gehörigen Applaus, der sich auf der Straße fortsetzte. Beifall und Jubel. So viel, dass die alte Dame, die für Joe Biden gestimmt hatte, sich erst mal in ihren Rollator setzen musste, um ein wenig zu weinen.

„Ich denke, ich habe unter den schrecklichen Umständen das Bestmögliche getan“, sagte Ruth. „Ich hoffe, meine Stimme zählt, dass die Stimmen von Millionen zählen. Jetzt kann ich zufrieden sterben.“

Die Möglichkeit, seine Stimme vorzeitig abzugeben, wird bei der diesjährigen Wahl deutlich stärker genutzt als 2016. Als die 1916 geborene Ruth zum ersten Mal ihre Stimme abgab, gehörte sie Franklin Delano Roosevelt, dem einzigen Präsidenten in der Geschichte der USA, dessen Präsidentschaft länger als zwei Amtszeiten dauerte.

Frauen dürfen in den Vereinigten Staaten seit 1920 wählen. Der erste mit Frauenstimmen gewählte Präsident war der heute kaum noch bekannte Warren G. Harding, der 1923 vor Ablauf seiner ersten Amtsperiode in San Francisco einem Schlaganfall erlag.

RND/big

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