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Britney Spears rechnet mit Dokumentarfilmen über ihr Leben ab

  • In einem Instagram-Post kritisiert US-Sängerin Britney Spears die mediale Berichterstattung zu ihrer Person.
  • Vor allem zu den in jüngster Vergangenheit erschienenen Dokumentarfilmen findet der Popstar klare Worte.
  • Doch über alledem schwebt weiter eine zentrale Frage, die sich immer im Falle Spears stellt: Wie viel Kontrolle hat sie?
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Los Angeles. „Wieso sollte man die negativsten und traumatisierendsten Zeiten meines Lebens von vor Ewigkeiten hervorheben?“, schrieb die 39-jährige Sängerin auf Instagram mit Blick auf Dokus, die dieses Jahr erschienen sind. Die wurden ohne ihr Mitwirken oder Einverständnis gedreht.

Mit großer Freude könne sie alle Menschen daran erinnern, dass sie zwar bereits „ein paar ziemlich harte Zeiten“ durchgemacht habe, jedoch schon „viiiieeeel mehr großartige Zeiten“ erleben durfte. „Ich denke, die Welt interessiert sich mehr für das Negative.“

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„Diese Dokumentationen sind so heuchlerisch ... Sie kritisieren die Medien und tun dann dasselbe“, schreibt sie weiter. Seit ihrem Durchbruch mit „Baby One More Time“ in den 90er-Jahren steht Britney Spears im Zentrum der medialen Aufmerksamkeit. Paparazzi kleben an der Popikone wie alter Kaugummi an einer Schuhsohle.

Doch aktuell gebe es so viele schöne Dinge in ihrem Leben, betont die Sängerin. „Ich habe so viele Reisen, auf die ich mich in diesem Sommer freuen kann“ – „und ich bin so dankbar für meinen schönen Garten!“

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Im Februar war eine „New York Times“-Dokumentation erschienen, in der Spears‘ Vormundschaft, die ihr Vater James Spears innehat, hinterfragt wird. Die Dokumentation hatte sich auch damit befasst, wie Spears seit Beginn ihrer Karriere etwa in Interviews behandelt wurde. In amerikanischen wie auch deutschen Medien hatte es unzählige Mutmaßungen über ihre sexuelle Unschuld, ihren angeblichen Niedergang im Jahr 2007 und Scherze über ihre Glatze gegeben.

Viele Fans sehen Instagram-Post skeptisch

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Viele Fans sehen den Instagram-Post von Britney Spears skeptisch. Der Videoclip, in dem die Sängerin fröhlich tanzt, passe nicht zu dem ernsthaften Text, den sie verfasst habe, so der Einwand der Fans. Damit stellt sich erneut die Frage, ob Britney Spears ihren Instagram-Account wirklich selbst verwaltet. Und über alledem schwebt die große Frage: Wie viel Kontrolle hat die Popsängerin überhaupt über das, was von ihr in der Öffentlichkeit preisgegeben wird? In den Worten eines Kommentators: „Wenn du ein Video drehst, auf dem du all das sagst, was du hier schreibst, dann glaub ich es dir auch.“

Spears steht seit 2008 unter Vormundschaft ihres Vaters, nachdem sie eine Reihe psychischer Zusammenbrüche hatte, auch in der Öffentlichkeit. Derartige Arrangements sind in der Regel auf Menschen mit deutlich eingeschränkten Möglichkeiten, Entscheidungen für sich zu treffen, beschränkt und sollten temporär sein. Die 39-Jährige ist jedoch deutlich länger als erwartet unter Vormundschaft geblieben und will vor Gericht erreichen, dass dieser Zustand beendet wird.

Spears will sich selbst vor Gericht äußern

Spears weigert sich, ihre musikalische Karriere fortzusetzen, solange sie unter Vormundschaft steht, und hat sich seit 2019 auch nicht mehr vor Gericht geäußert. Damals schloss die Richterin die Öffentlichkeit aus, sodass ihre Aussage nicht bekannt wurde. Richterin Brenda Penny könnte auch im Juni so verfahren. Spears und ihr Anwalt dringen jedoch auf mehr Transparenz.

Sie will sich vor Gericht persönlich zu ihrem Leben unter Vormundschaft äußern. Richterin Brenda Penny habe den Termin dafür auf den 23. Juni festgelegt, sagte Spears‘ Anwalt Samuel Ingham III am Dienstag. Zum Inhalt der geplanten Stellungnahme äußerte er sich nicht.

RND/sl/sin/dpa/AP

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