US-Ministerium schließt skandalumwittertes Gefängnis in New York

Das Metropolitan Correctional Center in Manhattan galt einst als eins der sichersten Gefängnisse der Welt.

Das Metropolitan Correctional Center in Manhattan galt einst als eins der sichersten Gefängnisse der Welt.

New York. Das durch den Tod des wegen sexuellen Missbrauchs angeklagten US-Millionärs Jeffrey Epstein bekannt gewordene Gefängnis in New York wird zumindest vorläufig dicht gemacht. Um die Probleme im Metropolitan Correctional Center so schnell wie möglich in den Griff zu bekommen, werde die Vollzugsanstalt in Manhattan erst einmal geschlossen, teilte das US-Justizministerium am Donnerstag (Ortszeit) mit. Die derzeit 233 Häftlinge würden größtenteils nach Brooklyn verlegt. Einen Zeitplan gab das Ministerium nicht bekannt.

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Schon El Chapo saß im Metropolitan Correctional Center

Das Gefängnis galt einst als eines der sichersten in den USA. Verbrechergrößen wie der mexikanische Drogenboss Joaquin „El Chapo“ Guzmán und Mafiapate John Gotti saßen dort ein. Nachdem sich der wegen sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen verhaftete Epstein 2019 in der Anstalt das Leben genommen hatte, kamen jedoch diverse Mängel zum Vorschein. Die beiden für Epstein verantwortlichen Beamten räumten ein, geschlafen beziehungsweise im Internet gesurft zu haben, anstatt auf den Häftling achtzugeben. Bei einer Durchsuchung fanden Ermittler nach einem Tipp eine Pistole und andere verbotene Dinge wie Mobiltelefone und selbstgebaute Waffen. Gegen Mitglieder des Personals wurde ermittelt.

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Als die Corona-Pandemie ausbrach, fanden sich für die Vollzugsbeamten nicht genügend Masken. Corona-Richtlinien für Häftlinge wurden missachtet, selbst wenn sie Symptome zeigten. Es gab nicht einmal genug Seife. Mehr als ein Viertel der Personalstellen war unbesetzt.

RND/ap

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