US-Lehrerin droht nach Affären mit Schülern bis zu 20 Jahre Haft

  • Eine Lehrerin aus Alabama soll mit zwei Schülern ein Verhältnis gehabt haben.
  • Anstatt Reue zu zeigen, prangert sie das Gesetz in ihrem Bundesstaat zunächst als verfassungswidrig an.
  • Dann bekennt sie sich doch für schuldig.
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Morgan County. Einer Lehrerin in den USA droht wegen Verhältnissen mit ihren Schülern bis zu 20 Jahre Haft. Ungewöhnlich war die Verteidigung von Carrie W. aus Alabama, die das Gesetz in ihrem Bundesstaat als verfassungswidrig anprangerte. Fast wäre sie mit ihrer Strategie durchgekommen.

Affären flogen 2017 auf

Die Psychologielehrerin aus Decatur wurde bereits 2017 verhaftet, nachdem ihre Highschool herausfand, dass sie ein Verhältnis mit einem 18-jährigen Schüler hatte. Bei den Ermittlungen wies die Polizei Witt eine zweite Romanze mit einem damals 17-Jährigen nach. Sie wurde angeklagt, weil es Angestellten von Schulen in Alabama untersagt ist, sexuelle Beziehungen mit Schülern unter 19 zu haben. Ihr Anwalt beantragte beim Bezirksgericht von Decatur, die Klage fallen zu lassen. Denn im Bundesstaat Alabama ist es Erwachsenen erlaubt, Sex mit Partnern über 16 Jahren zu haben.

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„Meine Mandantin hatte eine normale Liebesbeziehung“

Witts Anwalt begründete das mit der US Verfassung, die verbietet, mit zweierlei (Straf-)Maß zu messen: „Meine Mandantin hatte eine normale Liebesbeziehung, die auf Gegenseitigkeit beruhte. Für jeden anderen wäre das legal gewesen. Nur wegen ihres Jobs ist sie jetzt angeklagt.“ Bezirksrichter Glenn Thompson gab Witts Antrag statt und wies die Anklage ab. Doch die Staatsanwaltschaft ging in Berufung. Jetzt entschied der Oberste Gerichtshof von Alabama, dass das 2010 verabschiedete Gesetz rechtskräftig ist und Witt der Prozess gemacht werden darf.

Die 47-Jährige schloss deshalb jetzt lieber einen Deal mit der Staatsanwaltschaft. Sie bekannte sich wegen eines Geschlechtsakts mit dem 18-Jährigen für schuldig, die restlichen Anklagepunkte wurden fallengelassen. Das Strafmaß wird am 1. Juli festgesetzt und liegt allein im Ermessen des Richters. Der kann eine Strafe zwischen Bewährung und zwei Jahrzehnten Haft entscheiden.

RND/sin

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