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US-Amerikaner bricht Corona-Regeln in Kanada – jetzt drohen ihm 500.000 Euro Strafe

Der Nationalpark in Banff, Alberta.

Der Nationalpark in Banff, Alberta.

Banff. Das war dreister als die Polizei erlaubt: Weil ein 40 Jahre alter Mann aus dem US-Bundesstaat Kentucky gleich mehrfach gegen die kanadischen Corona-Quarantäneregeln verstoßen hat, droht ihm eine drakonische Strafe.

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Die Einreise von den USA nach Kanada ist wegen der Corona-Pandemie zurzeit mit wenigen Ausnahmen untersagt: So dürfen US-Amerikaner lediglich für die Arbeit ins nördliche Nachbarland kommen oder wenn sie in Kanada ihren Hauptwohnsitz haben. Eine weitere Ausnahme: Um von Alaska in einen anderen US-Bundesstaat zu gelangen, dürfen Amerikaner ebenfalls durch Kanada fahren. Die Reisenden müssen allerdings den direkten Weg nehmen, die meiste Zeit in ihrem Auto bleiben, Essen nur im Drive-Through bestellen und so wenig Kontakt wie möglich zu anderen Menschen haben.

Mann besuchte Touristenattraktion

Auch der 40-Jährige war von Alaska aus in die USA unterwegs, ließ sich dabei aber übermäßig viel Zeit. Bei einem Stopp im Rimrock Hotel im Ferienort Banff in der kanadischen Provinz Alberta alarmierten Mitarbeiter die Polizei, weil sie Bedenken hatten, dass der Mann gegen die Quarantäneverordnung verstoßen haben könnte, berichtet der kanadische TV-Sender CBC. Tatsächlich stellte sich heraus, dass der Mann bereits seit einigen Tagen in Kanada unterwegs und nicht auf direktem Weg in die USA gefahren war. Polizisten brummten ihm daraufhin eine Geldstrafe von umgerechnet knapp 800 Euro auf und ordneten an, dass er bis zur Abreise am nächsten Tag im Hotel bleiben und dann schnurstracks in die USA fahren müsse.

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Allerdings wurden Polizisten am nächsten Nachmittag erneut auf den Mann aufmerksam – an der Seilbahn zur Touristenattraktion Sulphur Mountain. „Dafür gab es definitiv keinen triftigen Grund“, sagte ein Polizeisprecher gegenüber CBC.

Der Mann wurde vorübergehend festgenommen, im November muss er sich vor Gericht verantworten – bei einer Verurteilung drohen umgerechnet 500.000 Euro Geldstrafe oder sechs Monate Haft.

RND/am

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