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Schwere Unwetter in Süddeutschland: Dorf überschwemmt, Autobahn gesperrt

  • Überflutungen und Hochwasser sorgen in Süd- und Südwestdeutschland für zahlreiche Einsätze.
  • In der Gemeinde Aach bei Trier wird der Ortskern überschwemmt.
  • Auch in anderen Regionen gibt es zahlreiche Einsätze für Feuerwehr und Polizei.
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Trier. Überflutete Fahrbahnen, überschwemmte Anwesen und eingeschlossene Menschen: Orkanartige Böen und ergiebiger Dauerregen haben in der Nacht zum Dienstag im Süden und Südwesten Deutschlands zu zahlreichen Einsätzen von Polizei und Feuerwehr geführt.

An der Mosel im Landkreis Trier-Saarburg bereiteten steigende Pegelstände große Probleme. Insgesamt waren in dem rheinland-pfälzischen Kreis rund 440 Einsatzkräfte im Einsatz. Von Mitternacht bis zum frühen Morgen war die Technische Einsatzleitung des Brand- und Katastrophenschutzes als Koordinierungsstelle in Konz, um die Feuerwehrstellen zu entlasten. Am Morgen übernahmen die Feuerwehren und Verbandsgemeinden die Arbeit wieder selbst. „Sollte sich das Wetter wieder verschlechtern, müssen wir wieder mit Rat und Tat zur Seite stehen“, sagte eine Sprecherin am frühen Morgen.

Der Ortskern der Gemeinde Aach wurde in der Nacht von einem Bach überschwemmt, wie ein Sprecher der Technischen Einsatzleitung des Landkreises in der Nacht sagte. Genauere Infos zu Schäden gab es zunächst nicht.

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Aktuelle Unwetterwarnungen

  • Ergiebiger Dauerregen in Baden-Württemberg - Gültig ab: 02.02.2020 09:00
  • Orkanböen in Baden-Württemberg (Lagen über 1000 m) - Gültig ab: 04.02.2020 02:00
  • Starkes Tauwetter in Bayern - Gültig ab: 02.02.2020 09:08
  • Ergiebiger Dauerregen in Bayern - Gültig ab: 02.02.2020 12:00
  • Orkanböen in Bayern (Lagen über 1000 m) - Gültig ab: 04.02.2020 00:00
  • Orkanartige Böen in Bayern (Lagen über 800 m) - Gültig ab: 04.02.2020 00:00

Hochwasser: Pegelstand der Mosel bei über 8,40 Metern

Im Konzer Ortsteil Oberemmel trat ein Weiher über das Ufer, von den Wassermassen wurden in der Nacht zum Dienstag Menschen in einem Haus eingeschlossen, die Feuerwehr rettete sie. Im ganzen Landkreis Trier-Saarburg sperrten Einsatzkräfte überschwemmte Bundes- und Landstraßen, zudem lief Wasser in mehrere Gebäude. Die Bahnstrecke zwischen Perl und Trier war am Dienstagmorgen nicht befahrbar.

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Nach kräftigen Regenfällen steigen die Wasserstände an der Mosel seit Montag kräftig an: Am frühen Dienstagmorgen lag der Pegelstand Trier nach Angaben des Hochwassermeldezentrums Rheinland-Pfalz bei über 8,40 Metern. Die Tendenz war weiter steigend.

Grund für die steigenden Pegelstände sind vor allem starke Niederschläge in Frankreich in den Vogesen, wo die Mosel entspringt. Die Mosel mündet bei Koblenz in den Rhein. Nach und nach werde der Wasserstand nun überall an der Mosel steigen, sagte der Sprecher des Meldezentrums am Montag.

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Auch in anderen Teilen von Rheinland-Pfalz sorgten Unwetter für Probleme. Wegen des drohenden Abbruchs eines Hangs sei die Bundesstraße 49 zwischen Kondertal und Dieblich (Landkreis Mayen-Koblenz) für den Vormittag gesperrt, sagte ein Polizeisprecher.

In Saarbrücken sperrte die Polizei am frühen Morgen die Stadtautobahn. Die Sperrung zwischen Luisenbrücke und Bismarckbrücke war wegen des steigenden Pegelstands der Saar bereits erwartet worden. Eine Umfahrung sei eingerichtet, die Maßnahme sei Standard, hieß es vom Lagezentrum des Innenministeriums.

Orkan: Viele Feuerwehreinsätze in Baden-Württemberg

Auch in Baden-Württemberg sorgten orkanartige Böen und ergiebiger Dauerregen in der Nacht zum Dienstag in Teilen Baden-Württembergs zu zahlreichen Einsätzen von Polizei und Feuerwehr. In Stetten am kalten Markt (Kreis Sigmaringen) fiel ein Baum auf ein Wohnhaus, durchschlug das Dach und beschädigte drei Autos. Der entstandene Schaden betrage etwa 60 000 Euro, sagte ein Polizeisprecher am frühen Morgen. Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Ravensburg führte das Unwetter demnach zu 57 Einsätzen.

In Freiburg und Umgebung mussten Feuerwehr und Polizei knapp 50 Mal ausrücken. Insbesondere im Kreis Waldshut seien die Einsatzkräfte ziemlich beschäftigt gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Der Wind habe Ziegel von zwei Häusern abgedeckt und zahlreiche Bäume und Bauzäune umgestürzt. In zwei Orten habe das Unwetter auch zu kurzen Stromausfällen geführt.

Die Polizei in Karlsruhe berichtete – wie die übrigen Präsidien im Land – von umgestürzten Bäumen, vereinzelt waren kleinere Straßen oder Radwege überschwemmt oder Keller überflutet. In Stuttgart fiel ein Baum auf ein Auto. Verletzte gab es den Angaben zufolge zunächst nicht.

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Unwetter in Bayern: Zunächst nur kleinere Probleme

Orkanartige Böen und teils ergiebiger Dauerregen haben in der Nacht auf Dienstag in Bayern zunächst nur kleinere Probleme verursacht. Westlich von Augsburg traten zwei Flüsse (Zusam und Schmutter) über die Ufer und überfluteten zwei kleinere Straßen. Im nördlichen Schwaben gab es nach Polizeiangaben etwas mehr Unfälle als sonst, sieben Menschen wurden im Bereich des Polizeipräsidiums Augsburg zwischen Montag 12 Uhr und Dienstag 4.30 Uhr verletzt.

Wegen stürmischen Wetters wurde der Münchener S-Bahn-Verkehr der Linien S1 und S2 teilweise gesperrt. Bäume seien umgeknickt und in die Oberleitungen gefallen, erklärte ein Sprecher der Deutschen Bahn am Dienstagmorgen.

RND/dpa

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