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Unwetter: Überflutete Straßen beschäftigten die Feuerwehr in der Nacht

  • Mehrere Bundesländer kämpfen aktuell wieder mit Unwettern.
  • Heftiger Regen setzt in der Nacht zu Montag unter anderem in Bayern Straßen und Keller unter Wasser.
  • Auch am Montag muss wieder mit Unwettern gerechnet werden.
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Dortmund/Duisburg/Offenbach/Karben. Nach nur kurzer Unwetterpause sorgen heftige Regenfälle und Gewitter in Teilen Deutschlands am Sonntag wieder für Chaos, betroffen sind unter anderem Nordrhein-Westfalen und Hessen. In der Nacht zu Montag zogen mit Starkregen begleitete Unwetter auch über Franken. Zahlreiche Straßen und Keller waren überflutet, vor allem in der Region um Coburg. In der Nähe von Schweinfurt und Bad Kissingen wurden Feuerwehr, Rettungsdienst und Technisches Hilfswerk (THW) mehr als 100-mal alarmiert.

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Nach Hochwasser - Franken räumt auf
0:55 min
Ergiebiger Dauerregen hat Teile Frankens am Freitag zu einer Hochwasserlandschaft gemacht.  © dpa

In Haßfurt ließ der Starkregen etwa einen Bach anschwellen, der sich dann einen Weg durch den Stadtteil Sailershausen bahnte. Dabei seien Keller und Straßen überflutet worden. Auch die Bundesstraße 279 war für längere Zeit gesperrt. Bei Verkehrsunfällen infolge des Unwetters erlitten drei Menschen leichte Verletzungen. Der Münchner „Merkur“ schreibt, dass auch die Bewohnerinnen und Bewohner in Fürth unter den heftigen Regenfällen litten. Hier sollen mehrere Straßen überflutet worden sein.

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Feuerwehr in Nordrhein-Westfalen im Dauereinsatz

Am Sonntag zogen die heftigen Gewitter vor allen über Nordrhein-Westfalen und Hessen hinweg. So waren im Ruhrgebiet die Feuerwehren mancherorts im Dauereinsatz. In Fröndenberg im Kreis Unna wurde die Feuerwehr nach Angaben einer Sprecherin 260-mal alarmiert. „Straßen sind überflutet, Keller vollgelaufen, Autos wurden weggespült“, sagte die Sprecherin. Insgesamt 240 Feuerwehrleute – auch aus Nachbargemeinden – seien mit den Aufräumarbeiten beschäftigt.

Auch im Raum Dortmund kam es durch Starkregen zu Überflutungen auf Straßen und Autobahnen, Keller und Gullys liefen voll. Im Dortmunder Stadtteil Scharnhorst geriet der Dachstuhl eines Hauses durch einen Blitzeinschlag in Brand. Bei der Duisburger Feuerwehr gingen innerhalb einer halben Stunde rund 50 Notrufe ein, vor allem wegen vollgelaufener Keller.

Erhebliche Beeinträchtigungen auf Bahnstrecken in NRW

Auch auf Bahnstrecken gab es am Sonntag erhebliche Beeinträchtigungen, wie die Deutsche Bahn twitterte. Betroffen waren unter anderem die Fernzüge zwischen Münster und Dortmund, die teilweise umgeleitet werden mussten und dadurch Verspätungen anhäuften. Zwischen Dortmund und Lünen kam es zu Teilausfällen, nachdem ein Blitzeinschlag den Betrieb eines Stellwerks gestört hatte. Störungen erschwerten auch die Fahrten im Bereich Fröndenberg und Wickede. Dort sollte nach Ausfällen ein Ersatzverkehr eingerichtet werden.

Überflutete Straßen in Hessen

In Teilen Hessens wurden durch starke Regenfälle am Sonntag ebenfalls Straßen überflutet und Keller liefen voll. Die Feuerwehr in Offenbach berichtete am Abend, sie sei vom Nachmittag an wegen unwetterartigen Starkregens etwa 160-mal ausgerückt. Mehrere Autos steckten in überfluteten Fahrbahnsenken fest, einige Bäume stürzen um. Keller, Wohnungen und Tiefgaragen seien überflutet worden. Zur Unterstützung wurden weitere Feuerwehren aus der Nähe und das Technische Hilfswerk angefordert. Die Feuerwehr rechnete damit, dass die Einsätze noch bis in den späteren Abend andauern.

Auch aus dem Wetteraukreis wurden zahlreiche überflutete Keller gemeldet. Eine Gewitterfront sei über den Taunuskamm gezogen und habe Starkregen und teilweise Hagel gebracht, wie die Pressestelle des Kreises mitteilte. Die Feuerwehren hätten zu rund 130 Einsätzen mit Schwerpunkt in Karben und Butzbach ausrücken müssen. Auch in Frankfurt war am Nachmittag Gewitterstimmung.

Wetterdienst rechnet auch am Montag mit Schauern und Gewittern

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Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte für Sonntag in Nordrhein-Westfalen und Hessen vor schweren Gewittern gewarnt. Mit Bezug auf Hessen hieß es vom DWD: „Bei Blitzschlag besteht Lebensgefahr! Es sind unter anderem verbreitet schwere Schäden an Gebäuden möglich. Bäume können entwurzelt werden und Dachziegel, Äste oder Gegenstände herabstürzen.“ Für NRW war die Rede von Hagel und punktuellen Wassermengen von bis zu 50 Litern pro Quadratmeter in der Stunde. Auch am Montag müsse gebietsweise mit Schauern und Gewittern in beiden Bundesländern gerechnet werden.

RND/dpa/hsc/goe

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