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  • Unwetter in Japan: 72 Stunden nach Schlammlawine schwindet Hoffnung, Überlebende zu finden

Nach Schlammlawine in Japan: Hoffnung auf Überlebende schwindet

  • Über 72 Stunden nach dem schweren Unglück in Japan gibt es immer weniger Hoffnung Überlebende zu finden.
  • 24 Menschen werden noch immer vermisst.
  • Die Schlammlawine hatte mehrere Häuser komplett zerstört und Dutzende weitere schwer beschädigt.
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Tokio. Nach dem schweren Erdrutsch im japanischen Ferienort Atami haben Einsatzkräfte am Dienstag drei weitere Leichen aus dem Schutt geborgen. Damit stieg die Zahl der Toten nach Behördenangaben auf sieben. Mehr als 24 Menschen wurden vermisst. Rund 2000 Soldaten, Feuerwehrleute und andere Helfer waren im verwüsteten Stadtgebiet im Einsatz, um nach Überlebenden zu suchen. Sechs militärische Drohnen und drei Schiffe der Küstenwache unterstützten sie.

Einsatzkräfte inspizierten mithilfe von Hunden vorsichtig zerstörte Häuser voller Schlamm. Am Dienstag fiel noch immer Regen, die Gefahr weiterer Erdrutsche behinderte die Mission. Die Suchtrupps gäben ihr Bestes, um unter Bergen von Schlamm, Bäumen und Geröll Verschüttete zu finden, sagte Ministerpräsident Yoshihide Suga.

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Nach Erdrutsch in Japan: 25.000 Haushalte evakuiert
1:45 min
Am Samstag hat eine Schlammlawine in der japanischen Küstenstadt Atami für Verwüstung gesorgt. Die Lage ist noch unübersichtlich.  © Reuters

Nach tagelangem Regen war am Samstag eine Llawine aus Wasser, Bäumen, Felsen und Schutt über Atami hinweggerollt. Häuser wurden weggerissen, Autos von den Erdmassen begraben. Zunächst wurden 147 Menschen vermisst. Die Behörden stellten jedoch fest, dass meisten von ihnen entweder nicht zu Hause waren oder sich in Sicherheit gebracht hatten. In dem Ferienort Atami, 100 Kilometer südwestlich von Tokio, sind viele Wohnungen und Häuser nicht das ganze Jahr über bewohnt.

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Der Gouverneur von Shizuoka, Heita Kawakatsu, sagte, der heftige Regen habe wohl einen Berghang an einer Baustelle aufgeweicht, wo ein riesiger Erdhaufen lagerte. Medien berichteten, in der Gegend habe es ein Wohnungsbauprojekt gegeben, das aber wegen finanzieller Probleme aufgegeben worden sei. Das besonders schwer betroffene Viertel von Atami ist zwar als Gefahrengebiet für Schlammlawinen ausgewiesen. Dies wird aber nicht breit kommuniziert und ist in der Öffentlichkeit nur wenig bekannt.

RND/dpa

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