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Gewitter, Orkanböen, Hagel: Extremes Unwetter zieht über Süden Deutschlands

  • Nach den heißen Sommertagen kommt nun die Abkühlung.
  • Damit einher gehen zum Teil starke Unwetter mit Starkregen, Hagel und heftigen Gewittern.
  • Im Süden Deutschlands kann es besonders schlimm werden.
Stefanie Ploch
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Starkregen, Windböen und Blitzschläge haben bereits am Wochenende für ein Abkühlung, aber vor allem für Verwüstung gesorgt. Die erste große Hitzewelle in Deutschland mit mehr als 30 Grad Celsius ist vorbei – die Unwetter jedoch bleiben. Regen und Gewitter werden noch die ganze Woche über das Wettergeschehen bestimmen, zumindest im Süden des Landes, sagt Meteorologin Janina Lersch vom Wetterdienst „Wetterkontor“.

Auch der „Deutsche Wetterdienst“(DWD) warnt am Montagabend vor schweren Gewittern und Unwetter. Besonders der Süden des Landes sei betroffen, heißt es. Auf seiner Wetterkarte versieht der DWD vor allem Regionen in Bayern und Baden-Württemberg mit der Warnstufe Lila – diese Farbe steht für Warnungen vor extremem Unwetter (Stufe 4). Dabei weisen die amtlichen Unwetterwarnungen auf Orkanböen mit Geschwindigkeiten bis 140 km/h hin.

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Unwetter vor allem in Süddeutschland

Am Wochenende zog bereits ein großes Niederschlagsgebiet vom Südwesten Deutschlands in Richtung Norden. In den vergangenen fünf Tagen kam am meisten Regen im Oberbergischen Kreis in Nordrhein-Westfalen, einer Region in Nordhessen und in der oberfränkischen Gemeinde Weitramsdorf herunter. Dort wurden jeweils insgesamt mehr als 80 Liter pro Quadratmeter Regen gemessen. Ein stattlicher Wert, meint die Wetterexpertin. Vielerorts musste sogar die Feuerwehr ausrücken.

In den kommenden Tagen bleibt es ungemütlich, sagt Janina Lersch. Vor allem in den südlichen Teilen Deutschlands kommt es weiterhin zu Starkregen, Hagel, Sturmböen und auch Gewittern. Bis einschließlich Freitag bleibt die Gefahr für starke Gewitter bestehen. Ob es auch zu Tornados kommt, wovor der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Wochenende in einigen Regionen gewarnt hatte, könne die Wetterexpertin nicht sagen. „Tornados entstehen mit extrem heftigen Gewittern. Die kann man nicht so exakt voraussagen“, verrät Janina Lersch. Nur: In Sachsen besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit für Gewitter in den kommenden Tagen.

Temperaturen pendeln sich bei 20 bis 25 Grad ein

Im Norden sieht es anders aus: Dort ist zwar gebietsweise auch mit Regen zu rechnen, starke Unwetter werden dort jedoch nicht erwartet. Die Luft hat sich an Ost- und Nordsee aber durch einen kalten Wind aus Richtung Norden abgekühlt. Dort wird sich die Temperatur in den kommenden Tagen zwischen 15 und 21 Grad einpendeln.

Generell wird es nach den Unwettern spürbar kühler in Deutschland. „Teilweise werden es warme Sommertage – also Temperaturen über 25 Grad“, sagt die Meteorologin. „Aber grundsätzlich werden es eher kühle, wechselhafte Sommertage.“

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