Unglücksgondel in Italien steht kurz vor dem Abtransport

  • Im Mai war eine Gondel in Italien in die Tiefe gestürzt, 15 Menschen starben.
  • Jetzt soll das Wrack am Monte Mottarone abtransportiert werden.
  • Dafür musste die gesamte Umgebung vorbereitet und die Kabine zerlegt werden.
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Verbania. Mehr als fünf Monate nach dem tödlichen Seilbahnabsturz am Monte Mottarone in Norditalien wollen die Behörden die Unglücksgondel vom Berghang schaffen. Der Abtransport sei für den 3. bis 5. November per Hubschrauber geplant, hieß es von der Feuerwehr auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur am Freitag. Entscheidend dafür sei das Wetter.

Umgebung musste vorbereitet werden

Seit etwa Mitte Oktober bereiteten die Rettungskräfte den Transport an dem Berg westlich des Lago Maggiore vor. Mit Kettensägen fällten sie Bäume an dem bewaldeten Hang, sicherten die Gondel mit einem Gerüst und trennten die Kabine von der Gehänge-Konstruktion. Die Kabine zerlegten sie in kleinere Teile.

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Die Gondel mit 15 Menschen an Bord war am Pfingstsonntag (23. Mai) kurz vor der Bergstation in die Tiefe gestürzt, weil das Zugseil riss. Eigentlich hätten die Notbremsen das Unglück verhindern sollen, doch diese waren durch Klammern blockiert und konnten deshalb nicht am Tragseil greifen. Sie sollen zuvor den laufenden Betrieb gestört haben. Die Gondel rauschte talwärts, sprang aus der Aufhängung und krachte in ein Waldstück. Die Behörden ermittelten in der Folge gegen die Angestellte der Betreibergesellschaft.

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Kleiner Junge überlebt

Nur Eitan, ein kleiner Junge aus Israel, überlebte das Unglück. Er verlor bei dem Unglück seine Eltern und Urgroßeltern. Später kam er bei seiner Tante in Pavia unter. Zwischen ihr und der Verwandtschaft in Israel entbrannte ein Sorgerechtsstreit, in dem der Großvater den Jungen nach Israel holte. Ein Gericht dort entschied kürzlich: Eitan solle wieder nach Italien.

RND/dpa

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