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Ungesunder Lockdown: Briten trinken mehr Alkohol und essen weniger Obst

  • Die Briten haben sich im Lockdown ungesunder als zuvor ernährt.
  • Auch der Konsum von Alkohol sei laut einer Studie einer Universität in Norwich gestiegen.
  • Demnach hätten Frauen in Großbritannien häufiger Alkohol getrunken, Männer dafür mehr auf einmal.
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Norwich. Der Lockdown im vergangenen Frühling mit weitreichenden Ausgangssperren und Schulschließungen hat der Gesundheit der Briten geschadet. Einer Studie der University of East Anglia in Norwich zufolge tranken die Menschen in Großbritannien in der Zeit mehr Alkohol, aßen weniger Obst und Gemüse und trieben weniger Sport. Für die Untersuchung wurden die täglichen Angaben von mehr als 1000 Teilnehmern über drei Monate ausgewertet.

„Unsere Ergebnisse zeigen, dass sich das Gesundheitsverhalten der Menschen in den frühen Stadien der britischen Anti-Corona-Maßnahmen im Durchschnitt verschlechtert hat“, sagte Studienleiterin Caitlin Notley. „Es ist nicht überraschend, dass die Bewegung im Freien eingeschränkt ist.“ Die Schwierigkeiten, das Haus zu verlassen und frische Lebensmittel zu bekommen, hätten für viele zu einem weniger gesunden Lebensstil geführt.

Neuer Lockdown in Großbritannien

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„Es ist jetzt entscheidend, dass wir über diese Veränderungen nachdenken, damit wir die Menschen beraten können, wie sie ihre Gesundheit bei künftigen Lockdowns am besten schützen können“, betonte die Professorin. Die britische Regierung hat wegen stark steigender Corona-Zahlen jüngst einen neuen Lockdown angeordnet.

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Frauen hatten häufiger Alkohol getrunken, Männer dafür mehr auf einmal, so ein Ergebnis der Studie. Im Durchschnitt wurde eine Portion Obst und Gemüse pro Tag weniger gegessen. Die Zahl der Tage, an denen sich die Menschen mehr als 30 Minuten sportlich betätigten, nahm um ein Fünftel ab. Hingegen machten die Menschen deutlich mehr Krafttraining. Der Gesundheitswissenschaftler Felix Naughton betonte, die am stärksten von Corona gefährdeten Gruppen hätten am wenigsten für ihre Gesundheit getan. Das sei Anlass zu großer Sorge. Die Studie wurde im „British Journal of Health Psychology“ veröffentlicht.

RND/dpa

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