Unfallopfer mit Corona infiziert – Ersthelfer bereut nichts

  • Nach einem Verkehrsunfall im Sachsenwald wird der Verletzte von Ersthelfern versorgt.
  • Erst in der Klinik stellt sich heraus, dass der Mann mit Corona infiziert ist.
  • Doch einer der Ersthelfer bereut seinen Einsatz am Unfallort nicht.
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Am Dienstag ereignete sich ein schwerer Unfall bei Dassendorf im Sachsenwald. Ersthelfer zogen den schwerverletzten Mann aus seinem Autowrack und kümmerten sich um die Erstversorgung. Erst in der Klinik stellte sich heraus, dass der Verletzte mit dem Coronavirus infiziert ist, wie die „Lübecker Nachrichten“ berichten.

Erst am Mittwochabend erfuhr Enrico Dobrowald, einer der Ersthelfer, dass er einem Covid-19-Patienten geholfen hatte. Nach dem Unfall war er zu seinem Haus gelaufen und hatte eine Brechstange geholt. „Zusammen mit einem anderen Helfer haben wir dann die Tür aufgebrochen,“ sagte der 45-Jährige zu den „Lübecker Nachrichten“. Der Unfallfahrer habe demnach einen benommenen Eindruck gemacht. „Ich habe ihn angefasst, habe ihn angesprochen, damit er zu sich kommt“, erklärt Dobrowald. „Der Mann braucht Hilfe, das war mein einziger Gedanke.“

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Seinen Einsatz bereut er nicht: „Es ist nicht mein erster Unfall, und Helfen liegt mir im Blut, seit ich in meiner Jugend einmal einen Rettungskursus mitgemacht habe.“

RND/kiel


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