Unbekannte brennen große Schule in Afghanistan nieder

  • In Afghanistan haben unbekannte Täter eine Schule in Brand gesteckt.
  • Das Feuer richtet große Zerstörung am und im Gebäude an.
  • Mehr als 2000 Schüler seien nach Angaben des Bildungsministeriums in der Schule der Provinzhauptstadt Taloghan angemeldet.
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Kabul. Unbekannte haben in der nordafghanischen Provinz Tachar eine große Schule niedergebrannt. Mehrere Klassenräume, zahlreiche Dokumente und Rechner seien bei dem Feuer in der Nacht zerstört worden, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag. Mehr als 2000 Schüler sollen nach Angaben des Bildungsministeriums in der weiterführenden Schule der Provinzhauptstadt Taloghan angemeldet sein. Schulen sind in Afghanistan wegen der Corona-Pandemie derzeit geschlossen.

Tachar grenzt an die Nordprovinz Kundus, wo auch die Bundeswehr stationiert ist. Die Sicherheitslage der Provinzhauptstadt ist angespannt, rund zwei Drittel der Bezirke in Tachar sind umkämpft. Die militant-islamistischen Taliban kontrollieren ländliche Teile.

3,7 Millionen Kinder gehen nicht zur Schule

Nach Angaben der UN-Kinderhilfsorganisation Unicef verschärften sich durch die Coronakrise die ohnehin bestehenden Defizite im Bildungssystem in Afghanistan. Millionen Kinder haben durch die derzeitigen Restriktionen keine Möglichkeit zum Lernen. Dem Jahresbericht der Organisation zufolge gehen in Afghanistan immer noch 3,7 Millionen Kinder nicht zur Schule. Nur etwas mehr als die Hälfte der Kinder absolviere die Grundschule.

RND/dpa

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