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Überschwemmungen nach schweren Regenfällen: Mindestens zehn Tote im Jemen

  • Bei schweren Regenfällen im Jemen sind mindestens zehn Menschen in Aden ums Leben gekommen.
  • Am Dienstag hatte die jemenitische Regierung für Aden bereits den Notstand ausgerufen.
  • Aden liegt an der Südküste des Jemen und dient wegen des Bürgerkrieges seit 2015 als vorübergehende Hauptstadt.
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Sanaa. Bei Überschwemmungen nach schweren Regenfällen im Jemen sind in der Hafenstadt Aden mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Das genaue Ausmaß der Schäden sei noch unklar, hieß es am Mittwoch aus Sicherheitskreisen. Am Dienstag hatte die jemenitische Regierung für Aden bereits den Notstand ausgerufen. Die Menschen seien dort in den Wassermassen gefangen. Aden liegt an der Südküste des Jemen und dient wegen des Bürgerkrieges seit 2015 als vorübergehende Hauptstadt.

Auch in den Provinzen Sanaa und Marib habe es schwere Regenfälle und Überschwemmungen gegeben, schrieb die Hilfsorganisation Oxfam bei Twitter. Ihr Büro in Aden stehe unter Wasser. Dazu stellte Oxfam das Foto einer Straße, auf der Autos fast komplett versunken scheinen.

Coronavirus könnte den Jemen besonders hart treffen

"Viele Familien haben ihre Unterkunft und all ihren Besitz verloren", teilte das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) mit. Hunderte Familien würden mit Zelten, Matratzen und Decken versorgt. UNHCR verbreitete dazu Fotos brauner Wassermassen. "Diese Naturkatastrophen belasten die schwache Infrastruktur dieses Landes weiter", teilte das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (ICRC) mit.

Der Jemen ist eines der ärmsten Länder der Welt. 80 Prozent der rund 28 Millionen Einwohner sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Zudem leidet die Bevölkerung unter dem jahrelangen Bürgerkrieg. Lebensmittel und Wasser sind knapp, die medizinische Versorgung ist sehr schlecht. Gleichzeitig warnen Beobachter, dass das Coronavirus die ohnehin notleidende Bevölkerung besonders hart treffen könnte.

RND/dpa

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