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Trump begnadigt Truthähne am Weißen Haus - Spott über Clip aus 2018

  • Traditionell kommen an Thanksgiving in den USA Truthähne auf den Tisch.
  • Fast ebenso lange Tradition ist es, dass der US-Präsident einige der Tiere begnadigt und so vor dem Weg in den Ofen rettet - so auch in diesem Jahr.
  • In Sozialen Medien sorgt derweil ein Video von Trumps Begnadigungs-Zeremonie aus dem Jahr 2018 für Spott.
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Washington. US-Präsident Donald Trump hat bei der traditionellen Zeremonie kurz vor dem Thanksgiving-Fest zwei Truthähne vor dem Tod bewahrt. Im Garten des Weißen Hauses sprach er am Dienstag dem Truthahn „Corn“ (Mais) die offizielle Begnadigung aus. Zusammen mit „Cob“ (Kolben) wird „Corn“ künftig an der Universität von Iowa leben.

Das Weiße Haus hatte davor wieder online darüber abstimmen lassen, welcher der zwei Truthähne der nationale Thanksgiving-Truthahn werden sollte. Vor der diesjährigen Zeremonie mitten im anhaltenden Streit um das Wahlergebnis waren Erinnerungen an 2018 wachgeworden. Damals hatte Trump die Vögel „Peas“ (Erbsen) und „Carrots“ (Karotten) begnadigt und für Erheiterung bei seinen Gästen gesorgt, als er das Abstimmungsergebnis mitteilte und sagte: „Das war eine faire Wahl. Leider hat Carrots sich geweigert, seine Niederlage einzugestehen, und eine Neuauszählung verlangt und wir streiten noch immer mit Carrots.“ Man sei aber zu der Entscheidung gelangt, dass sich am Ergebnis nichts geändert habe, fügte Trump hinzu. „Zu schade für Carrots.“ Ein Video des damaligen Auftritts wurde in den vergangenen Tagen vielfach in sozialen Medien geteilt.

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„Thanksgiving ist ein besonderer Tag für Truthähne. Allerdings kein besonders guter“

Die Worte hallen angesichts Trumps Verhalten nach der US-Wahl vor drei Wochen nach. Er erkennt seine eigene Niederlage gegen den Demokraten Joe Biden auch drei Wochen nach der Wahl nicht an und hat in mehreren Bundesstaaten geklagt, unter anderem, um Neuauszählungen zu erreichen. Bis Montag verwehrte Trumps Regierung Bidens Team die Vorbereitungen für die Amtsübernahme am 20. Januar.

Jetzt versuchte sich Trump auf konventionellere Weise im Humor. „Thanksgiving ist ein besonderer Tag für Truthähne. Allerdings kein besonders guter, wenn man darüber nachdenkt“, sagte er. Truthahn ist das traditionelle Essen beim Fest der Danksagungen. Die Tradition, dass ein Präsident zu Thanksgiving den Truthahn begnadigt, geht auf Abraham Lincoln zurück.

Seinen Auftritt nutzte Trump auch, um sich mit dem am Dienstag erreichten Rekordstand des US-Leitindexes Dow Jones Industrial von 30.000 Punkten zu brüsten und das „China-Virus“ zu erwähnen, wie er das Coronavirus nennt. In die traditionellen Thanksgiving-Danksagungen nahm er den Dank für die Impfstoffe auf, die die Pandemie beenden würden.

RND/dpa

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