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Trotz 40 Hinweisen: Keine Spur von flüchtigen Juwelendieben – „keine Einsatzdefizite“

  • Rund 40 Hinweise gibt es laut Staatsanwaltschaft inzwischen auf mögliche Aufenthaltsorte der flüchtigen mutmaßlichen Juwelendiebe von Dresden.
  • Vorwürfe, bei dem Zugriff am Dienstag habe es Pannen gegeben, weisen die Ermittler zurück.
  • Die geflüchteten Zwillinge sollen zusammen mit den drei verhafteten Komplizen aus dem Remmo-Clan am 25. November 2019 in die Dresdner Schatzkammer eingebrochen sein.
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Dresden. Zwei Tage nach den drei Verhaftungen wegen des spektakulären Juwelendiebstahls im Grünen Gewölbe in Dresden sind zwei verdächtige Männer weiter auf der Flucht. Bislang sind nach Angaben der Staatsanwaltschaft Dresden rund 40 Hinweise aus der Bevölkerung zu möglichen Aufenthaltsorten eingegangen, eine heiße Spur befinde sich bislang aber nicht darunter. Die Fahndung war am Mittwochabend auch in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY …“ erwähnt worden. Die beiden 21-jährigen tatverdächtigen Zwillinge gehören dem Remmo-Clan an.

In einer Mitteilung ging die Staatsanwaltschaft am Donnerstagnachmittag auch auf einen Bericht der „Bild“-Zeitung über angebliche Pannen bei der Verhaftung der mutmaßlichen Täter in Berlin ein. Es gebe nach bisheriger Einschätzung keine konkreten Anhaltspunkte, die hinsichtlich der flüchtigen Personen auf Einsatzdefizite hindeuteten, schreibt die Staatsanwaltschaft. Zu weiteren Einzelheiten könnten aus ermittlungs- und fahndungstaktischen Gründen keine Angaben gemacht werden.

Mann festgenommen, der unbeteiligt war

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Laut des „Bild“-Berichts, der sich auf Einsatzprotokolle der Polizei stützt, soll die Polizei die fünf jungen Männer vor dem Zugriff observiert und abgehört haben. Es habe zuvor Hinweise auf eine akute Fluchtgefahr gegeben. Gegen 3 Uhr wurde der erste Verdächtige festgenommen, weil er mit einem Auto durch Berlin raste. Danach soll es zu verstärktem Austausch von Nachrichten zwischen den Verdächtigen gekommen sein, mehrere Handys sollen ausgeschaltet worden sein. Die Polizei halte es nicht für ausgeschlossen, dass der geplante Einsatz bekannt war oder bemerkt wurde, so die „Bild“-Zeitung.

Am frühen Morgen habe einer der jetzt gesuchten Männer seine Wohnung verlassen und sei mit dem Auto weggefahren. Zunächst konnte er wohl noch verfolgt werden, dann verlor die Polizei ihn. Auch sein Bruder verschwand plötzlich. Beide wurden bis jetzt nicht gefunden. Kurz vor 5 Uhr soll die Polizei einen anderen Mann festgenommen haben, weil sie ihn für einer der Verdächtigen hielt. Er war aber unbeteiligt.

Waffen sichergestellt

Weiter teilte die Staatsanwaltschaft mit, bei den Durchsuchungen seien Werkzeuge und Speichermedien, darunter Festplatten, Computer und Handys, sichergestellt worden. Darüber hätten Einsatzkräfte in einigen durchsuchten Wohnungen Macheten, Äxte und Schreckschusswaffen gefunden.

Die geflüchteten Zwillinge sollen zusammen mit den drei verhafteten Komplizen aus dem arabischstämmigen Berliner Remmo-Clan am 25. November 2019 in den historischen Teil der Dresdner Schatzkammer eingebrochen sein und dort wertvollen Juwelenschmuck gestohlen haben. Die Polizei war den Verdächtigen unter anderem durch Aufnahmen mehrerer Überwachungskameras, Spuren am Tatort und Spuren in einem später gefundenen Fluchtauto auf die Spur gekommen.

RND/seb/dpa

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