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Trockenheit und Hitze führen zu Tierfutter-Engpass in Sachsen-Anhalt

  • Die Hitzewelle in Deutschland hat starke Auswirkungen auf die Landwirtschaft.
  • In Sachsen-Anhalt gehen den Landwirten die Futterreserven aus.
  • Regionen im Regenschatten des Harzes leiden besonders unter fehlenden Niederschlägen.
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Magdeburg. Durch die anhaltende Trockenheit gehen den Landwirten in Sachsen-Anhalt langsam die Futterreserven aus. "Durch die bereits zu trockenen Vorjahre kamen viele Betriebe mit geringen Futterreserven aus dem Winter", sagte Erik Hecht vom Bauernverband Sachsen-Anhalt. Die hätten wegen der Trockenheit der vergangenen Wochen bislang kaum aufgefüllt werden können. "Regionen im Regenschatten des Harzes leiden besonders unter fehlenden Niederschlägen", sagte Hecht.

Schauer und Gewitter zum Wochenende helfen

In den vergangenen Tagen hatte es in Sachsen-Anhalt kaum nennenswerte Niederschläge gegeben. Zum Wochenende erwartete der Deutsche Wetterdienst (DWD) einige Gewitter und Schauer. Doch kurze und intensive Niederschläge helfen den Landwirten nur bedingt. Sandige Böden etwa könnten Niederschläge nur kurz speichern, sagte Hecht.

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Um gegenzusteuern widmen die Bauern der Futterproduktion immer größere Ackerflächen. So wurde die Anbaufläche für Silomais, eine der wichtigsten Futterpflanzen, laut Bauernverband in diesem Jahr landesweit um rund 4000 Hektar erhöht. "Auch die Anbauflächen von Ackergras und Luzerne wurden ausgeweitet", sagte Hecht. "Diese sind jedoch, wie auch die Wiesen und Weiden im Land, auf die ausbleibenden Niederschläge angewiesen."

Brache Flächen dürfen für Futteranbau genutzt werden

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Auch die Landesregierung reagierte bereits auf den Engpass und erlaubte im Juli, brache Flächen für den Futteranbau zu nutzen. Ab einer Anbaufläche von 15 Hektar müssen landwirtschaftliche Betriebe fünf Prozent ihrer Äcker als brache, sogenannte ökologische Vorrangflächen ausweisen und dürfen darauf eigentlich nichts anbauen. Dadurch soll eine zu schnelle Auslaugung der Böden verhindert und die Regeneration von Ackerflächen sichergestellt werden.

Der Futter-Ertrag dieser Flächen sei allerdings “überschaubar”, sagte Hecht. “Des Weiteren müssen die Tierhalter darauf achten, dass dabei keine für die Tiere schädlichen Unkräuter wie Jakobskreuzkraut abgeerntet werden.”

RND/dpa

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