Trier: Kein Bekennerschreiben von Amokfahrer gefunden

  • Von der Vernehmung des Amokfahrers von Trier erhofft sich die Polizei Auskünfte über dessen Motiv.
  • Ein Bekennerschreiben des Tatverdächtigen ist noch nicht aufgetaucht.
  • Auch gebe es weiter keine Hinweise auf ein politisches Motiv.
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Trier. Bisher ist nach Angaben des rheinland-pfälzischen Innenministers Roger Lewentz (SPD) kein Bekennerschreiben des Amokfahrers von Trier gefunden worden. Bei der Aufklärung komme es nun auf die Vernehmungen und die Bereitschaft des Tatverdächtigen an, seine Motive offenzulegen, sagte der SPD-Politiker am Mittwoch im Deutschlandfunk. Vielleicht mache der 51-Jährige Angaben. „Wir hoffen es.“

Derzeit gingen die Ermittler davon aus, dass der Amokfahrer ohne jeglichen organisierten Hintergrund gehandelt habe. Es gebe auch weiter keine Hinweise auf ein politisches Motiv. „Auch da muss man abwarten, was die weiteren Vernehmungen ergeben“, sagte Lewentz.

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Tote und Verletzte in Trier
2:06 min
In Trier sollen laut Polizei mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen sein, weil ein Auto mit 70 kmh durch die Innenstadt gerast ist.  © Reuters
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Mann überfuhr mit PS-starken Geländewagen wohl gezielt Menschen

Zu den Inhalten der Aussage des Tatverdächtigen machte die Polizei bislang keine Angaben. Der 51-Jährige sollte am Vormittag einem Haftrichter vorgeführt werden. Nach ersten Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft gibt es Hinweise auf eine mögliche psychische Erkrankung des Mannes. Die Justizbehörde muss daher noch entscheiden, ob sie Untersuchungshaft beantragt oder die Unterbringung in einer geschlossenen psychiatrischen Einrichtung.

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Trauer und Entsetzen nach Amokfahrt in Trier
2:40 min
Nach wie vor gibt es keine Hinweise darauf, warum der Mann am Dienstagnachmittag in der Fußgängerzone der Stadt Menschen überfuhr.  © Reuters

Nach den bisherigen Ermittlungen hatte der Mann mit einem PS-starken Geländewagen am Dienstagnachmittag gezielt Menschen in der Trierer Fußgängerzone überfahren. Fünf Menschen starben, darunter ein neun Wochen altes Baby. 14 Menschen wurden verletzt.

RND/dpa

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