Trauer um Rufus: Deutschlands dickster Luchs ist gestorben

  • Durch sein Übergewicht ist Luchs Rufus bekannt geworden.
  • Nun ist das betagte Tier im Wildpark Schweinfurt gestorben.
  • Er wäre an diesem Mittwoch 15 Jahre alt geworden.
Anzeige
Anzeige

Schweinfurt. Sein Übergewicht hat Rufus berühmt gemacht: Als dickster Luchs Deutschlands berichteten Medien weltweit über ihn. Jetzt ist das betagte Tier im Wildpark Schweinfurt gestorben. "Heute wäre er 15 Jahre alt geworden", sagte Leiter Thomas Leier am Mittwoch. Rufus hatte seinen Angaben nach schon seit Monaten Probleme mit der Gesundheit - wegen des Alters und des Übergewichts litt er an Herzschwäche und Kurzatmigkeit.

Am 13. März verschlechterte sich der Zustand von Rufus so sehr, dass Leier ihn schweren Herzens einschläfern ließ. Rufus' Tod gab die Stadt aber erst am Mittwoch wegen der Corona-Pandemie bekannt.

Rufus war aus Schweden nach Schweinfurt gekommen

Rufus war im April 2006 aus einem schwedischen Zoo nach Schweinfurt gekommen und sorgte dort für jede Menge Nachwuchs. Nach einer Kastration und einem Bruch des Mittelfußes legte Rufus kräftig zu. "Er war dick", sagte Leier. Zeitweise habe die Raubkatze mehr als 43 Kilogramm gewogen. Für einen Luchs seien 16 bis 30 Kilo normal.

Ein Foto, das den dicken Luchs in einer unvorteilhaften Buddha-Pose zeigte, ging 2018 durch die Medien. Ein Jahr später machte dann eine amerikanische Fast-Food-Kette mit seinem Bild Werbung. "Er hat eine dementsprechende Berühmtheit erlangt", sagte Leier. Der Wildpark verordnete Rufus zwischenzeitlich ein Abspeckprogramm mit fettarmen Fleisch und mehr Bewegung, wodurch die Kilos purzelten. Übergewichtig blieb er aber bis zum Schluss.

RND/dpa

“Staat, Sex, Amen”
Der neue Gesellschaftspodcast mit Imre Grimm und Kristian Teetz
  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen