Totengedenken am Jahrestag: Zehn Jahre Loveparade-Unglück

  • Vor zehn Jahren endete die Loveparade in Duisburg in einer Katastrophe.
  • Am Ende verloren 21 junge Menschen bei der Technoparade ihr Leben, mindestens 650 wurden verletzt.
  • Zum Jahrestag an diesem Freitag werden wieder viele Angehörige den Unglücksort aufsuchen.
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Duisburg. Der Toten und Verletzten des Loveparade-Unglücks vor zehn Jahren wird am Freitag in Duisburg gedacht. In einem Gedränge am einzigen Zu- und Abgang zum Veranstaltungsgelände waren damals 21 junge Menschen gestorben. Mehrere Hundert wurden verletzt. Einige leiden noch heute unter den Folgen.

Zahlreiche Angehörige und Verletzte werden an der Unglücksstelle erwartet, an der später eine Gedenkstätte errichtet wurde. Es ist der erste Jahrestag nach der endgültigen Einstellung des Strafprozesses Anfang Mai dieses Jahres. Die meisten Angehörigen der Opfer aus dem Ausland können nach Angaben der Loveparade-Stiftung wegen Corona diesmal nicht kommen. So gibt es Absagen von Angehörigen aus Australien, China, Italien und Spanien.

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Loveparade-Katastrophe: "Der zehnte Jahrestag ist besonders schwer"
2:11 min
Hinterbliebene und Betroffene haben dem Unglück mit einer "Nacht der Lichter" gedacht.  © Reuters
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21 Glockenschläge erinnern an junge Opfer

Zur Unglückszeit am späten Nachmittag treffen sich unter Ausschluss der Öffentlichkeit Angehörige für eine Andacht an der Gedenkstätte. Zur Unglückszeit erinnern 21 Glockenschläge an die jungen Opfer. Eine Stunde später um 18.00 Uhr gibt es eine öffentliche Veranstaltung an einem Mahnmal in der Nähe der Gedenkstätte. Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link (SPD) und Jürgen Thiesbonenkamp vom Kuratorium der Loveparade-Stiftung wollen sprechen. Geplant ist auch ein Musikbeitrag der Duisburger Sängerin Marie Wegener (19), die 2018 die Show “Deutschland sucht den Superstar” gewonnen hatte. Die Veranstaltung wird live im Internet übertragen.

Die Tragödie ist in Nordrhein-Westfalen unvergessen. Vor einem Monat beschloss der Landtag weitere Hilfen für Opfer und Hinterbliebene. In der Sitzung nannte die frühere NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) in einer bewegenden Rede die Loveparade-Katastrophe "eine offene Wunde am Herzen der Stadt und des Landes".

“Das Leid kann auch die Zeit nicht relativieren”

Der heutige Duisburger Oberbürgermeister Link erklärte im Vorfeld des Jahrestages: “Das Leid, welches dieser Tag über viele Menschen gebracht hat, kann auch die Zeit nicht relativieren.” Er sehe aber, dass es inzwischen vielen gelinge, nach vorne zu schauen.

RND/dpa

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