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Nach Tornado eingeschlossene Mitarbeiter senden Hilferuf aus Kerzenfabrik: „Wir sind eingeschlossen, bitte helft uns!“

  • In der Stadt Mayfield im US-Bundesstaat Kentucky ist die Zerstörung nach dem Tornado am Samstag besonders schlimm.
  • Dort brach durch den Sturm eine Kerzenfabrik vollständig zusammen, während dort 110 Mitarbeiter in der Nachtschicht arbeiteten.
  • Über Facebook live sendeten die Eingeschlossenen einen verzweifelten Hilferuf.
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Mayfield. Eine Kerzenfabrik in der US-Stadt Mayfield ist bei dem Tornado am Samstag vollständig zerstört worden. Zu diesem Zeitpunkt arbeiteten dort rund 110 Menschen in der Nachtschicht. Bisher konnten 40 Personen lebend geborgen werden.

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USA: Tornados in Kentucky richten gigantische Verwüstung an
0:54 min
Nach Angaben des Gouverneurs von Kentucky haben Tornados für dramatische Schäden gesorgt.  © Reuters

Wie das Nachrichtenportal „Tagesschau.de“ berichtet, sendeten einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen verzweifelten Hilferuf über Facebook live: „Wir sind eingeschlossen, bitte helft uns, wir sind in der Kerzenfabrik in Mayfield“, sagte eine Mitarbeiterin in dem Video. Im Hintergrund seien weinende und betende Menschen zu hören gewesen. Die Frau wurde lebend gerettet und beschrieb den Moment, in dem der Tornado die Fabrik traf: Alles habe geschaukelt, und dann sei alles über ihr zusammengestürzt.

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Retter mussten über Tote hinwegsteigen

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„Ich bete, dass es eine weitere Rettung geben wird. Ich bete, dass es ein oder zwei weitere geben wird“, sagte Kentuckys Gouverneur Andy Beshear, während sich Rettungscrews durch die Trümmer der Kerzenfabrik arbeiteten. 40 Menschen konnten bis zu diesem Zeitpunkt gerettet werden.

Retter hätten teilweise über Tote hinwegsteigen müssen, um zu Überlebenden vorzudringen, sagte der Feuerwehrchef der Stadt, Jeremy Creason. Allein in Kentucky waren bis Samstagnachmittag 22 Todesfälle bestätigt. Doch Beshear sagte, mehr als 70 Menschen könnten getötet worden sein, als sich ein Tornado mehr als 320 Kilometer weit durch den Staat bewegte. Die Zahl der Toten in zehn oder mehr Landkreisen könne am Ende 100 übersteigen, sagte er.

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Mit Blick auf die zerstörte Kerzenfabrik sagte die Polizistin Sarah Burgess, Rettungsteams setzten schweres Gerät ein, um den Schutt zu entfernen. Rechtsmediziner wurden zum Unglücksort bestellt und Körper aus den Trümmern geholt. Burgess sagte, es könne einen Tag und möglicherweise länger dauern, um allen Schutt zu beseitigen. Die Rettungsbemühungen wurden dadurch verkompliziert, dass die Hauptfeuerwehrstation der Stadt und eine Rettungsstelle ebenfalls von dem Tornado getroffen wurden.

Präsident Joe Biden genehmigte am Samstag eine Katastrophennotstandserklärung für Kentucky und sicherte den betroffenen Staaten Hilfe zu. „Ich verspreche Ihnen, was auch immer gebraucht wird – was immer gebraucht wird – die Bundesregierung wird einen Weg finden, es bereitzustellen“, sagte Biden.

RND/AP/ag

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