Tornado in Borken: Schäden an Häusern und umgestürzte Bäume

  • Am Dienstag fegt ein Tornado über Borken in Nordrhein-Westfalen hinweg.
  • Die starken Winde reißen Bäume um, mehrere Häuser werden beschädigt.
  • Der Tornado erreicht Wind­geschwindigkeiten von bis zu 180 Stundenkilometern.
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Borken. Ein über Borken im westlichen Münsterland hinweggefegtes Unwetter ist vom Deutschen Wetterdienst als Tornado bestätigt worden. „Es war der dritte Tornado in Deutschland im Jahr 2021“, sagte DWD-Sprecher Andreas Friedrich der Deutschen Presse-Agentur.

Die Feuerwehr Borken wurde am Dienstag gegen 15 Uhr alarmiert. Die starken Winde im nördlichen Ortsteil Weseke hätten die Feuerwehrleute gar nicht mehr mitbekommen. „Der Tornado hielt sich nur höchstens eine halbe Minute“, sagte Stefan Döking, Leiter der Feuerwehr Borken, dem Redaktions­Netzwerk Deutschland (RND). Genug Zeit aber, um großen Schaden anzurichten. Als die Einsatzkräfte ausrückten, waren bereits Dächer abgedeckt und rund 30 Häuser teilweise stark beschädigt. Ebenso knickten zahlreiche Bäume um.

Der Tornado in Borken riss mehrere Bäume um und beschädigte Häuser. © Quelle: Feuerwehr Borken/Stephan Loker
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„Das Wichtigste ist, dass niemand verletzt wurde“, betonte Döking, für dessen Truppe es ein „außergewöhnlicher“ Einsatz war. Eine Katastrophenlage hätte aber zu keinem Zeitpunkt bestanden. Über eine Schadenssumme kann der Feuerwehrchef keine Auskunft geben. „Das ist Privatsache der Hausbesitzer“, erklärte er.

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Windgeschwindigkeiten von bis zu 180 Stunden­kilometern

Der Tornado hat laut DWD-Sprecher Friedrich einen Rüssel mit Bodenkontakt gehabt und sei auf der Fujita-Skala, die die Schadensklasse angibt, mit F1 (118 bis 180 Stundenkilometer) eingestuft worden. Die Skala reicht von F0 (abgebrochene Äste) bis F5 (Häuser werden aus dem Fundament gerissen).

RND/nis/dpa

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