Tödliches Kranunglück in Göttingen: Schraube war gebrochen

  • Ein Kran stürzt auf einer Baustelle in Göttingen um und begräbt zwei Bauarbeiter unter sich, einer stirbt noch an der Unfallstelle.
  • Inzwischen steht die Ursache des Unglücks fest.
  • An dem Kran war eine Einstellschraube für die Überlastsicherung abgebrochen.
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Göttingen. Nach dem tödlichen Kranunfall auf einer Göttinger Baustelle liegt der Staatsanwaltschaft ein Ergebnis der Prüfung durch einen Sachverständigen vor. Demnach war an dem Kran eine Einstellschraube für die Überlastsicherung abgebrochen, wie Staatsanwalt Mohamed Bou Sleiman am Donnerstag sagte. Es handele sich um ein deutliches Anzeichen für Verschleiß.

Am Samstagnachmittag war in der Ortschaft Esebeck ein Baukran umgekippt und hatte einen Bauarbeiter unter sich begraben, der noch an der Unfallstelle starb. Sein 40-jähriger Kollege wurde eingeklemmt und schwerstverletzt in die Göttinger Universitätsklinik gebracht. Ein 42-Jähriger, der ersten Erkenntnissen nach den Kran bedient hat, stand unter Schock.

Kran hätte wohl nicht in Betrieb genommen werden dürfen

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Laut Staatsanwaltschaft kommt der Gutachter zu dem Schluss, dass die Schraube schon vor dem Unglück am Samstag gebrochen war. Demnach hätte der Kran wohl nicht in Betrieb genommen werden dürfen. Die Ermittlungen gegen den Kranführer wegen fahrlässiger Tötung bleiben laut Bou Sleiman bestehen. Das schriftliche Gutachten soll in zwei Wochen vorliegen.

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Bis dahin ist eventuell auch eine Aussage des Verletzten in der Uni-Klinik möglich. Der 40-Jährige gilt als wichtiger Zeuge zur Klärung des Vorfalls. „Vielleicht ist er in der nächsten Woche schon vernehmungsfähig“, sagte Bou Sleiman.

RND/dpa

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