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Tödliche Flutwelle in Tennessee: Zwillinge werden Vater aus den Armen gerissen

  • Mindestens 21 Menschen kommen bei schweren Überschwemmungen in Tennessee ums Leben.
  • Darunter sind sieben Monate alte Zwillinge, die dem Vater von den Wassermassen aus den Armen gerissen werden.
  • Zahlreiche Familien stehen vor dem Nichts.
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McEwen. Nach schweren Überschwemmungen mit mindestens 21 Toten im US-Bundesstaat Tennessee sind noch mehr als 30 Menschen vermisst. Viele von ihnen hätten in jenen Orten gelebt, in denen das Hochwasser besonders schlimm war, sagte Sheriff Chris Davis am Sonntag. Er gehe deshalb davon aus, dass die Zahl der Toten noch steigen werde.

Suchmannschaften durchkämmten die Gegend im ländlich geprägten Zentrum Tennessees, wo das Hochwasser am Samstag Straßen weggeschwemmt und Handy- und Telefonmasten umgeknickt hatte. Stürme hatten innerhalb kürzester Zeit Rekordmengen an Regen auf Tennessee niedergehen lassen. Kleine Bäche unter anderem in der 4500-Einwohner-Gemeinde Waverly wurden zu reißenden Flüssen. Autos wurden weggeschwemmt und Häuser zerstört.

So viel Regen wie seit 1982 nicht mehr

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Der Restaurantbesitzer Kansas Klein sagte der Nachrichtenagentur AP, er habe am Samstag von einer Brücke in Waverly aus gesehen, wie zwei Mädchen und ein Hundewelpen an einem Brett geklammert vorbeigespült wurden. Die Strömung sei viel zu schnell gewesen, als dass ihnen jemand zu Hilfe hätte kommen können, sagte Klein. Ob sie am Ende gerettet worden seien, wisse er nicht, habe aber von einem geretteten Mädchen mit Hund gehört.

Unter den zehn Toten waren Babys, Erwachsene und Senioren, wie der Sheriff dem Sender WSVM sagte. Zwei sieben Monate alte Zwillinge wurden einem Vater von der Strömung aus den Armen gerissen, als er sie in Sicherheit bringen wollte. Für sie und für andere wurden Spendensammlungen eingerichtet, um für die Begräbniskosten zu zahlen.

Im nahe gelegenen McEwen wurde am Samstag so viel Regen gemessen wie seit 1982 in ganz Tennessee nicht mehr. Klimaforscher warnen, dass solche Wetterextreme durch den Klimawandel immer häufiger werden.

RND/AP

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