Tödliche Amokfahrt in Toronto: Mann des zehnfachen Mordes schuldig

  • Mit einem Lieferwagen fährt ein Mann in der kanadischen Metropole Toronto mit hohem Tempo auf einen Gehweg und tötet zehn Menschen.
  • Fast drei Jahre nach der Tat wird der 28-Jährige des Mordes für schuldig erklärt.
  • Die Verteidigung hatte auf eine Autismus-Erkrankung des Täters verwiesen.
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Toronto. Fast drei Jahre nach seiner Todesfahrt durch Toronto ist ein 28-Jähriger wegen zehnfachen Mordes verurteilt worden. Richterin Anne Molloy sagte am Mittwoch, die Verteidigung habe keine Beweise vorgebracht, wonach der Mann nicht strafrechtlich für die Tat vom 23. April 2018 verantwortlich war. Neben Mord in zehn Fällen war er auch wegen 16-fachen versuchten Mordes angeklagt. Er muss nach dem Schuldspruch lebenslang in Haft, frühestens nach 25 Jahren hätte er Aussicht auf Bewährung. Das Strafmaß wird zu einem späteren Zeitpunkt verkündet.

Ein Verteidiger des 28-Jährigen hatte argumentiert, sein Mandant leide an einer Autismusspektrumstörung und habe nicht gewusst, was er tat - womit er den Zorn von Vorkämpfern der Rechte von Menschen mit Autismus auf sich zog. Der 28-Jährige hatte den Ermittlern gesagt, er gehöre einer Online-Community sexuell frustrierter Männer an, von denen einige Attacken auf andere Menschen planten, die Sex hätten. Bei seiner Auto-Attacke starben acht Frauen und zwei Männer zwischen 22 und 94 Jahren.

Die Richterin argumentierte, der Mann habe durch seine Tat Berühmtheit erlangen wollen, und nannte ihn deshalb in ihrer Urteilsverkündung nicht beim Namen.

RND/dpa

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