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Tod am Frankfurter Hauptbahnhof: Defekte Kamera verhinderte Aufzeichnung der Tat

  • Kamera am Frankfurter Hauptbahnhof war defekt.
  • Vorhandenes Videomaterial wird derzeit ausgewertet.
  • Horst Seehofer (CSU) fordert verschärfte Sicherheitsmaßnahmen an öffentlichen Orten.
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Frankfurt. Nach dem schockierenden Tod eines achtjährigen Jungen und dem mutmaßlichen versuchten Mord an dessen Mutter am Frankfurter Hauptbahnhof steht nun fest: Zum Tatzeitpunkt lag eine Sicherheitspanne vor. Am Vormittag des 29. Juli schubste ein 40-jähriger Eritreer Mutter und Sohn am Gleis sieben vor einen einfahrenden ICE: Die Mutter konnte sich noch retten. Der Junge starb noch am Ort des Geschehens. Aufgezeichnet wurde die Tat jedoch nicht.

Wie Focus Online berichtet, war die Kamera, die den Tathergang aufzeichnen sollte, defekt. Eine zweite Kamera – gerichtet auf die Reisehalle des Bahnhofes – zeichnete lediglich die Flucht des Täters auf. Eine Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft sagte gegenüber Focus Online: „Wir haben Videoaufnahmen, und diese werden nun ausgewertet.“Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) forderte bereits verschärfte Sicherheitsmaßnahmen an öffentlichen Orten: Mehr Personal und eine bessere Videoüberwachung.

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Sicherheitslücken sind keine Seltenheit

Bereits im Jahre 2012 ereignete sich eine ähnliche Sicherheitspanne, wie Focus Online berichtet. Beim missglückten Bombenanschlag am Bonner Hauptbahnhof waren es sieben Kameras, die keine einzige Szene der Tat aufzeichneten. Eine Videoüberwachungskamera einer McDonalds Filiale wurde damals unterstützend zur Hilfe gezogen, diese nahm den Täter auf.

RND/cwo