„Tinder“ für Hunde: App soll Haustiere vermitteln

Eine tierisch gute Idee: Tierliebhaber aus Litauen haben eine App entwickelt, die Hunde aus Tierheimen an neue Besitzer vermitteln soll – das „Tinder“ für haarige Vierbeiner ist bereits erfolgreich gestartet.

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Vilnius. Wenn ein Hunde-Foto das Herz zum Schmelzen bringt, einfach mal nach rechts „swipen“: In Litauen haben Tierliebhaber eine App entwickelt, die Hunde aus Tierheimen an Frauchen und Herrchen vermitteln soll. „Es ist so wie „Tinder“, aber mit Hunden: Man kann ein Treffen mit dem Hund arrangieren – ein Date“, sagt einer der Entwickler, Vaidas Gecevicius.

Die App namens „GetPet“ wurde vor einem Monat gestartet. Täglich kommen neue Nutzer hinzu, und auch ein paar „Matches“ gab es bereits. Konkret können sich Nutzer die Profile haariger Vierbeiner ansehen. Beim Herunterscrollen finden sie Informationen über die Tiere – und wer sich den Hund im echten Leben anschauen will, wischt nach rechts.

Der Vergleich mit der Dating-App „Tinder“ hat aber Grenzen. Denn schließlich haben die Hunde nicht die Möglichkeit, über das nach links und rechts Wischen von Profilen ihre potenziellen Frauchen und Herrchen auszuwählen. Wer als Nutzer dagegen nach links wischt, dem wird ein neues Hunde-Profil vorgestellt. Entwickler Gecevicius will die App bald auch auf Katzen und andere Tiere ausweiten.

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Tierfreunde loben „gute Idee“

In den Tierheimen kommt die App bislang gut an. So sieht die Gründerin des Tierheims SOS Gyvunai in Vilnius, Ilona Reklaityte, darin neue Chancen, Tieren ein Zuhause zu bieten. „Wir haben aktuell 140 Hunde. Manchmal haben wir ein oder zwei Hunde am Tag vermittelt, aber gerade bekommen wir viel mehr Anrufe und die Leute kommen öfter vorbei.“

So ging es auch den beiden Freundinnen Emily und Elena. Sie luden sich „GetPet“ herunter und trafen schon bald darauf „Piff“, einen mittelgroßen schwarz-grauen Mischling. Sie gingen schon einmal mit ihm Gassi und wollen bald zurückkommen, um ihn mit nach Hause zu nehmen. Mit Blick auf die App sagt die 24-jährige Elena: „Ich glaube, das ist eine sehr gute Idee, denn hier in Litauen haben wir viele streunende Hunde und viele Leute, die ein Tier aufnehmen wollen.“

Von RND/dpa

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