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Tierschützer schlagen Alarm: „Koalas sind praktisch ausgestorben“

  • Wegen der verheerenden Buschbrände in Australien schlagen Tierschützer Alarm.
  • Nach Angaben der Australian Koala Foundation sind durch die Brände 80 Prozent des Lebensraums der Tiere zerstört worden.
  • Ihr Bestand sei inzwischen so klein, dass sich die Art nicht mehr selbst erhalten könne.
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Brisbane. Nach den Buschbränden in Australien schlägt die Australian Koala Foundation Alarm. Die Tierschützer gehen davon aus, dass bei den Bränden in den vergangenen zwei Monaten rund 1000 Koalas ums Leben gekommen sind. Das sagt eine Sprecherin der Organisation der „Daily Mail“.

Das habe verheerende Auswirkungen auf die Population der Tiere: Der Bestand der Koalas sei inzwischen so niedrig, dass sich die Art nicht mehr von selbst erhalten könne.

Lebensraum zerstört

Die Organisation beobachtet seit 2010 den Bestand der Koalas in den 128 australischen Wahlbezirken. Schon im Mai gab die Organisation erschreckende Zahlen bekannt: In 41 dieser Bezirke sind die Koalas bereits gänzlich verschwunden.

Die Buschbrände in Australien machen die Situation noch dramatischer, denn sie haben nach Angaben der Organisation rund 80 Prozent des natürlichen Lebensraums der Koalas zerstört. In ganz New South Wales leben rund 18.000 Koalas. Selbst wenn diese die Buschbrände überlebten, seien sie dennoch in größter Gefahr: Die Eukalyptusbäume beispielsweise bräuchten Monate, um nachzuwachsen.

Wegen der Buschbrände und der Folgen haben Koala-Krankenhäuser und Auffangstationen in der Region bereits mehr als eine Million Dollar Spenden eingenommen.

RND/msc