• Startseite
  • Panorama
  • Tief „Peter“: Warnung vor Dauerregen im Osten, Schneechaos im Süden

Tief „Peter“: Warnung vor Dauerregen im Osten, Schneechaos im Süden

  • Für viel Niederschlag sorgt Tief „Peter“ derzeit in Deutschland.
  • In Dresden ist allein am Donnerstag­vormittag so viel Regen gefallen wie im gesamten Oktober nicht.
  • Doch auch in den kommenden Tagen bleibt es wechselhaft – nur die Alpenregion kann sich über ein perfektes Skiwochenende freuen.
Anzeige
Anzeige

Wie ungemütlich der Herbst sein kann, zeigt er gerade ganz deutlich: nicht enden wollende Regenströme, dunkle und tief hängende Wolken. Tief „Peter“ zieht am Donnerstag in schneller Geschwindigkeit vom Süden in den Osten Deutschlands und hat bereits bis zum Mittag eine Menge Niederschlag mitgebracht.

So hat es in Dresden allein am Donnerstag­vormittag so viel geregnet, wie im ganzen Oktober nicht, informiert der Meteorologe Jürgen Schmidt vom Wetterdienst „Wetterkontor“. Für Sachsen, Brandenburg und Berlin liege eine Dauerregen­warnung vor. „Wir erwarten eine Niederschlagsmenge von 20 bis 40 Litern pro Quadratmetern allein am Donnerstag“, so Schmidt. Doch Sorge um Hochwasser müsse es nicht geben. „Für die Region ist das nicht schlecht, denn sie hat in den vergangenen Wochen wenig Niederschlag erhalten“, so der Meteorologe. Auch mit Starkregen müsse nicht gerechnet werden.

Tief „Peter“ sorgt für erstes Schneechaos in den Alpen – und für Skiwetter

Im Süden allerdings hat Tief „Peter“ für das erste Schneechaos der Saison gesorgt: Auf der Brenner­autobahn in Österreich führte dichter Schneefall zu erheblichen Behinderungen. Sie musste zeitweise gesperrt werden, wie die Landespolizei­direktion in Innsbruck mitteilte. Der Schnee ist laut Schmidt in den Alpen sogar ab einer Höhe von 600 Metern gefallen, allerdings erst ab 800 Metern auch liegen geblieben. Es habe zwar zuvor in höheren Lagen geschneit. Doch dies sei das erste Mal, dass er auch in den Alpentälern liegen geblieben sei. Damit könnten ideale Voraussetzungen für das Skifahren am Wochenende geschaffen sein.

Anzeige
Der Schneefall bis in tiefere Lagen hat am Donnerstag zu einer Sperre der Brenner­autobahn geführt. © Quelle: Zeitungsfoto.At/Team/via APA/dpa

Doch Tief „Peter“ zieht auch schnell weiter: Schon am Donnerstagabend befindet es sich über dem Nordwesten Polens – nicht ohne im Osten Deutschlands noch für Böen mit einer Windstärke von sieben bis acht und erhöhte Wasserstände an der Ostsee zu sorgen.

Anzeige

Tief folgt auf Tief

Die Auswirkungen von Tief „Peter“ werden aber laut Schmidt auch noch am Freitag zu spüren sein: Im Osten und Süden seien noch Reste der Tieffront zu spüren, während im Nordwesten Deutschlands neue Schauer vorüberziehen. Und wer sich freut, dass Tief „Peter“ sich so schnell verabschiedet hat, muss am Samstag Tief „Quentin“ begrüßen: Denn hiermit können nördlich der Mainlinie immer wieder neue Schauer fallen, so Schmidt. Am Sonntag lege Tief „Rudolf“ mit kräftigen Böen, in Küstennähe Sturmböen und allgemein wechselhaftem Wetter nach.

Ganz im Süden sieht das November­wochenende allerdings ganz anders aus: „In der Alpenregion ist es am Samstag und Sonntag richtig schön. Das ist perfektes Wetter für ein Skiwochenende“, sagt der Meteorologe vom Wetterdienst Wetterkontor.

Mit nicht aufhörendem Regen und tief hängenden Wolken geht es nun aber nicht wochenlang weiter: „Zur Mitte der kommenden Woche setzt sich Hoch ‚Sylvie‘ durch“, prognostiziert Schmidt. Und auch wenn die Temperaturen zwischendurch kühl gewesen seien, sei mit einem deutschlandweiten Wintereinbruch nicht so schnell zu rechnen: „Vom Westen her kommt dann deutlich mildere Luft wieder zu uns.“

RND/goe

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen