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  • Tief „Bernd“: Das ist der Grund für den Starkregen in Deutschland

Unwettertief Bernd: Warum so viel Niederschlag runterkommt

  • Seit Tagen wütet das Unwettertief „Bernd“ in Deutschland.
  • In Rheinland-Pfalz und in Nordrhein-Westfalen kommt es zu Hochwasser und historisch hohen Wasserständen.
  • Doch warum kommt überhaupt so viel Wasser runter?
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Das Wettertief Bernd fegt schon seit mehreren Tagen über Deutschland. In Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen haben Unwetter Hochwasser und Überschwemmungen ausgelöst. „Es kamen bis zu 200 Liter Wasser in 24 Stunden runter“, sagte der Meteorologe Jürgen Schmidt von Wetterkontor dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Im Sauerland sogar in nur zwölf Stunden.“

„Die Bewegung des Unwettertiefs Bernd war sehr langsam“

Die hohe Niederschlagsmenge hat mit der Bewegung des Tiefs zu tun. „Die Bewegung des Unwettertiefs Bernd war sehr langsam“, erklärte Schmidt. „Die Arktis hat sich stark aufgewärmt. Der Temperaturunterschied zwischen der Arktis und dem Äquator ist daher geringer geworden, weswegen der Jetstream langsamer verläuft und Tiefdruckgebiete sich langsamer bewegen.“

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Am Mittwoch habe das Unwettertief direkt über Deutschland gestanden. „Von Osten kam warme, feuchte Luft und vom Westen kühle Luft zusammen. Die warme Luft hat sich durch die Winde im Tief über die kalte Luft geschoben und Niederschläge ausgelöst“, erklärte der Wetterexperte. „Da sich das Tief fast 24 Stunden langsam bewegt hat, kam so viel Wasser runter.“

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Doch die Wettervorhersagen seien gut gewesen, so Schmidt. Es sei aber immer schwierig zu sagen, wo genau der Niederschlag am Ende eintrifft. Auch Deutschlands Nachbarländer erleben wegen Tief „Bernd“ schwere Unwetter. „Gestern waren Belgien und Ausläufer Frankreichs von hohen Niederschlagsmengen betroffen“, sagte der Wetterexperte. Auch der Südosten der Niederlande befindet sich in einer „Starkregenzone“. Besonders Städte an kleinen Flüssen seien von Hochwasser bedroht, weil die Flüsse schnell anschwellen. Schmidt fügt hinzu: „Städte am Hang sind auch gefährdet.“

Laut Schmidt beruhigt sich die Wetterlage bereits jetzt: In den nächsten Tagen soll es nur vereinzelt regnen. „Das Tief ‚Bernd’ zieht nach Südosten, in Niederbayern wird es vereinzelt regnen.“ Dabei handele es sich aber nicht um extremen und starken Dauerregen.

RND/am

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