Sieben Todesfälle nach Corona-Ausbruch in Pflegeheim in Thüringen

  • In einem Pflegeheim in Thüringen sind nach einem Corona-Ausbruch mindestens sieben Menschen gestorben.
  • Sechs von ihnen waren nicht geimpft, einem fehlte der vollständige Impfschutz.
  • Das Landratsamt beklagt, dass immer wieder Angehörige Bewohnern von der Impfung abraten.
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Rudolstadt. In einem Pflegeheim in Rudolstadt in Thüringen sind mindestens sieben Menschen infolge eines Corona-Ausbruchs gestorben. Sechs davon waren nicht geimpft, einer hatte noch keinen vollständigen Impfschutz, wie das Landratsamt Saalfeld-Rudolstadt am Donnerstag mitteilte. „Leider ist festzustellen, dass immer wieder Angehörige von Heimbewohnern diesen von der Impfung abraten“, hieß es. Dafür gebe es kein Verständnis. Insgesamt seien von 141 Heimbewohnerinnen und -bewohnern 61 infiziert worden. Zuvor hatten Medien berichtet.

Weitere Fälle in anderen Heimen

Das Gesundheitsamt habe in Zusammenarbeit mit der Heimleitung wiederholt Schnelltests vorgenommen, um das Infektionsgeschehen zu überwachen, wurde mitgeteilt. Die Maßnahmen zeigten inzwischen Wirkung. Bei allen sieben Gestorbenen lag dem Gesundheitsamt den Angaben zufolge ein bestätigter Totenschein vor. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass noch Nachmeldungen erfolgen.

Auch in Jena hatte es zuletzt einen größeren Corona-Ausbruch in einem Pflegeheim gegeben, in dessen Folge acht Bewohner starben. Vergangene Woche hatte das Thüringer Landesverwaltungsamt, bei dem auch die Heimaufsicht angesiedelt ist, 119 Todesfälle in Verbindung mit einer Corona-Infektion binnen zwei Wochen in Thüringer Pflegeheimen vermeldet.

RND/dpa

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