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Früherer Reemtsma-Entführer vor Gericht: Thomas Drach strebt Freispruch an

Der Angeklagte Thomas Drach bei einem Prozess im Jahr 2011 (Archivfoto).

Köln.Kurz vor dem Start des Prozesses gegen den früheren Reemtsma-Entführer Thomas Drach sieht dessen Verteidiger „keinerlei stichhaltige Beweise“ für die Schuld seines Mandanten. „Herr Drach strebt einen Freispruch an, weil die Vorwürfe völlig haltlos sind“, sagte Verteidiger Andreas Kerkhoff der „Kölnischen Rundschau“. Die Anklageschriften stützen sich „auf lückenhafte Indizien und reine Spekulationen“, so der Anwalt weiter. „Ein Beschuldigter mit einer anderen Vita müsste sich ganz sicher in keinem der vier Fälle vor Gericht verantworten.“

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Drach werden insgesamt vier Raubüberfälle auf Geldtransporter in Köln, Frankfurt am Main und Limburg vorgeworfen. Die Tat in Frankfurt hat die Staatsanwaltschaft als versuchten Mord angeklagt. Dort soll Drach einen Geldboten durch einen Schuss mit einem Revolver schwer verletzt und dessen Tod billigend in Kauf genommen haben. Bei einem Überfall in Köln soll der im nahe gelegenen Erftstadt geborene Drach ebenfalls auf einen Wachmann geschossen und ihn in den Oberschenkel getroffen haben. Drach war im Februar 2021 in Amsterdam festgenommen worden.

53 Verhandlungstage im Drach-Prozess

Für den am 1. Februar startenden Prozess hat das Gericht 53 Verhandlungstage bis Ende September angesetzt. Für den Prozess würden erhebliche Sicherheitsvorkehrungen getroffen, unter anderem könne es rund um das Justizzentrum zeitweise Straßensperrungen geben, teilte der Gerichtssprecher mit.

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1996 hatte Drach zusammen mit Komplizen den Erben der Hamburger Tabakdynastie Reemtsma, Jan Philipp Reemtsma, entführt und nach 33 Tagen wieder freigelassen – gegen 15 Millionen D-Mark und 12,5 Millionen Schweizer Franken Lösegeld. Dafür verurteilte ihn das Hamburger Landgericht zu vierzehneinhalb Jahren Gefängnis.

RND/seb/dpa

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