Thomas Cook: Hotel hält Gäste offenbar wie Geiseln fest

  • Der Reisekonzern Thomas Cook steckt in Schwierigkeiten.
  • Das trifft auch Touristen.
  • In einem Hotel in Tunesien werden Briten offenbar festgehalten, bis sie ihre Rechnung begleichen.
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Tunis. Der britische Touristikkonzern Thomas Cook ist mit der Beschaffung von dringend benötigtem Kapital gescheitert und hofft auf Hilfen der britischen Regierung, um eine Insolvenz abwenden zu können. Es geht um 200 Millionen Pfund (226 Millionen Euro).

Sollte die Rettung scheitern, hätte das unangenehme Folgen für Hunderttausende Reisende, die gerade mit Thomas Cook unterwegs sind: Wie die BBC berichtet, sind derzeit allein 150.000 Briten mit Thomas Cook unterwegs.

Hotel hält Touristen fest

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Erste Touristen trifft die drohende Pleite offenbar schon jetzt: Das Hotel Les Orangers in Tunesien hat laut Berichten von britischen Medien 40 seiner Gäste aufgefordert, ausstehende Zahlungen des Reiseveranstalters zu begleichen. Dabei haben die Urlauber ihre Reisen längst bezahlt.

Bewaffnete Sicherheitsleute würden den Ausgang aus dem Hotel versperren, heißt es. Zudem seien Tore geschlossen worden. Nur wer zahle, dürfe wieder raus. Sie würden „wie Geiseln festgehalten“ sagte ein Mann der BBC.

Mehr lesen: Das sind die Rechte der Touristen im Fall einer Insolvenz

Auf die Bitte eines Iren, der versuchte, die Wachen zu überzeugen, hätten diese nur mit Gelächter reagiert, heißt es in einem Bericht der „Daily Mail“. Auch den Strand hätte das Hotel absperren lassen, damit niemand „flüchten“ könne, wie eine Urlauberin aus Manchester klagt.

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Thomas Cook: Die Chancen auf Hilfe stehen schlecht

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Die „Financial Times“ berichtet, es sei relativ unwahrscheinlich, dass die britische Regierung dem finanziell angeschlagenen Unternehmen helfe, da sie dessen langfristige Rentabilität anzweifle.

Die Nachrichtenagentur AFP erfuhr aus Verhandlungskreisen, die Gespräche zwischen dem Unternehmen und der Regierung dauerten an.

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RND/msc

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