Therapiehund Aiko wird beim Gassigehen brutal erstochen

  • Seit zehn Jahren ist Aiko ein ausgebildeter Begleithund. Seine Halterin ist wegen ihrer Schwerbehinderung auf ihn angewiesen.
  • Am Donnerstag wurde der Hund auf offener Straße erstochen.
  • Der mutmaßliche Täter soll dem Tier in einem Gebüsch aufgelauert haben.
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Wiesbaden. Für sein Frauchen ist Hund Aiko von ganz besonderer Bedeutung: Seine Halterin Martina Stahl hat Multiple Sklerose und ist auf den zehnjährigen Therapiehund angewiesen. Doch nun ist der Collie tot. Ein Mann rammte dem Hund am Donnerstag in Auringen (Wiesbaden) mutmaßlich mit voller Absicht ein Messer ins Herz, wie der "Merkurist" berichtet.

Wie die Halterin dem Magazin "Der Westen" erklärte, passte es dem mutmaßlichen Täter - der ihrer Meinung nach ihr Nachbar ist - nicht, dass der Hund auch ohne Leine unterwegs war. Für seine Halterin ist es aufgrund ihrer Schwerbehinderung jedoch nicht möglich, in jeder Situation die Leine zu greifen.

Mutmaßlicher Täter soll dem Tier aufgelauert haben

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Der mutmaßliche Täter soll dem Tier in einem Gebüsch aufgelauert haben. Er selbst sagte gegenüber dem "Merkurist", das Tier habe ihn zuerst angegriffen. Die Polizei wollte demnach keine Angaben zum Tathergang machen.

Unterdessen haben die Besitzerin und ihr Lebensgefährte zahlreiche Nachrichten bekommen, in denen Mitmenschen ihr Beileid ausdrücken. Auch entsprechende Posts in den sozialen Medien wurden tausendfach geteilt. Im Rahmen einer Online-Petition wird gefordert, dass Tiere künftig als Lebewesen anerkannt werden. Mehr als 2500 Personen haben bereits unterschrieben. Derweil werde auf das Ergebnis der Gießener Pathologie gewartet - auch um die Aussage des mutmaßlichen Täters zu überprüfen.

RND/ce

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