Testlauf: Corona-Impfung in Deutschlands längstem Wohnblock

  • Die Impfung von hochbetagten Senioren außerhalb ihres Zuhauses bereitet vielerorts Probleme.
  • In Leipzig startet jetzt ein Testlauf für 300 über 80-Jährige in Deutschlands wohl längstem Wohnblock.
  • Das DRK impft die Bewohner vor Ort – weitere ähnliche Aktionen sollen folgen.
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Leipzig. Die „Lange Lene“ in Leipzig gilt als Deutschlands längster Wohnblock, rund 1300 Menschen leben in der Lene-Voigt-Straße 2 bis 8. 300 sind über 80 Jahre alt und haben ein Anrecht auf eine Corona-Impfung – und für die müssen sie sich nicht in ein Impfzentrum begeben, wie die „Leipziger Volkszeitung“ (LVZ) berichtet. Am Samstag werden zwei mobile Impfteams des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) die Senioren in dem Komplex gegen Covid-19 impfen. „Das ist kurzfristig und unbürokratisch geglückt“, sagte Gothild Lieber, Vorsitzende des Leipziger Seniorenbeirats und des Vereins Alter, Leben und Gesundheit, der Zeitung.

Zuvor hatte es vonseiten des Vereins die Befürchtung gegeben, dass eine Impfung der 300 über 80-jährigen Bewohner im Impfzentrum auf der Neuen Messe in Leipzig unrealistisch sei. „Unsere Anfrage beim DRK hat dann ziemlich schnell Unterstützung durch die Politik und die Stadtverwaltung erfahren“, sagte Lieber der „LVZ“.

Der Verein plant jetzt, in ganz Leipzig mehr mobile und flexible Impfmöglichkeiten im Wohnumfeld von zu Hause lebenden Senioren im höheren Alter zu schaffen. „Wir werden sehen, wie der Testlauf am Samstag verläuft“, so Lieber. Es sei auf jeden Fall „ein Schritt in die richtige Richtung“.

RND/seb

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