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Löwe tötet drei Schulkinder in Tansania

Ein Löwe im Ngorongoro-Schutzgebiet in Tansania.

Arusha.Im Nordwesten Tansanias hat ein Löwe offenbar eine Gruppe von Schulkindern angegriffen. Drei Jungen im Alter von neun und zehn Jahren kamen dabei ums Leben, berichten mehrere Medien übereinstimmend unter Berufung auf Arushas Polizeichef Justine Masejo.

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Ein viertes Kind im Alter von elf Jahren sei bei dem Angriff verletzt worden, konnte aber entkommen, berichtet die tansanische Zeitung „The Citizen“. Die vier Kinder sollen demnach zu einer Familie gehört haben. Der Löwe hat offenbar Teile der Leichen gefressen.

Kinder sollten entlaufene Rinder suchen – dann griff der Löwe an

Nach den Berichten seien die Kinder, die der Volksgruppe der Massai angehörten, bereits zu Beginn der Woche nach der Schule beauftragt worden, in einem Waldstück nahe dem Ngorongoro-Schutzgebiet entlaufene Rinder zu suchen und diese einzufangen. Dort trafen sie offenbar auf den Löwen.

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Der Löwe, der die Kinder tötete, konnte über ein Monitoringprogramm zugeordnet werden, da er ein Trackinghalsband trug. Er ist Teil eines Schutzprogramms, das Wildtiere überwacht und für ein besseres Zusammenleben zwischen Menschen und Wildtieren sorgen soll. 25 Menschen sollen über die Daten durch die Halsbänder frühzeitig erkennen, wenn sich Löwen Gebieten nähern, in denen Menschen und Nutztiere unterwegs sind.

Der Löwe soll nun umgesiedelt werden

Gegenüber „The Citizen“ sagte der Koordinator des „Kope Lion“-Projekts, William Oleseki: „Die Kinder wurden von einem Löwen aus unserem Projekt getötet. So etwas haben wir noch nie gesehen, und das Löwenrudel lebt bereits seit drei Jahren in dem Gebiet.“ Der Löwe sowie weitere Tiere des Rudels sollen nun umgesiedelt werden – in ein Gebiet, in dem keine Menschen leben.

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In dem nationalen Schutzgebiet Ngorongoro leben zahlreiche Wildtiere, unter anderem Leoparden, Nashörner, Elefanten, Nilpferde und Löwen. Am Rande des Ngorongorokraters, der zu einem Ökosystem mit der weltbekannten Serengeti und der Masai Mara in Kenia gehört, wurden Zoologe und Fernsehmoderator Bernhard Grzimek und sein Sohn Michael begraben.

Löwen dringen in Subsahara-Afrika immer wieder in Wohngegenden vor. Angriffe auf Nutz- und Haustiere werden immer wieder gemeldet. Dass Löwen allerdings Menschen angreifen, kommt nicht häufig vor. Im Schnitt bringen Löwen 250 Menschen im Jahr weltweit um. Im Vergleich: Nilpferde bringen weit mehr als 500 Menschen pro Jahr um.

RND/msk

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