Sumatra-Tiger tötet Jugendlichen in Indonesien

  • In der Provinz Riau in Zentral-Sumatra hat ein seltener Sumatra-Tiger einen 16-jährigen Jungen getötet.
  • Der Jugendliche hielt sich zu dem Zeitpunkt des Angriffs auf einer Palmölplantage auf.
  • Die Weltnaturschutzunion stuft die Tigerart als vom Aussterben bedroht ein.
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Medan. Ein seltener Sumatra-Tiger hat in Indonesien einen Jugendlichen getötet. Der 16-Jährige habe seinen Vater am Wochenende zur Arbeit auf einer Palmölplantage begleitet, als er plötzlich von der Raubkatze angefallen worden sei, sagte Muhammad Mahfud von der örtlichen Naturschutzbehörde am Montag. Der Vorfall ereignete sich in der Provinz Riau in Zentral-Sumatra. „Wir haben eine Kastenfalle aufgestellt, damit der Tiger umgesiedelt werden kann“, sagte Mahfud.

Höchstens 600 Exemplare in freier Wildbahn

Erst vor wenigen Tagen waren drei Sumatra-Tiger - eine Mutter und ihre zwei Jungen - in der nördlichen Provinz Aceh in einer Falle verendet. Schätzungen der indonesischen Regierung zufolge gibt es nur noch höchstens 600 Exemplare in freier Wildbahn.

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Der Sumatra-Tiger (Panthera tigris sumatrae) ist die kleinste der noch lebenden Unterarten des Tigers. Neben Wilderei hat der Verlust des natürlichen Lebensraums durch Palmölplantagen die Zahl stark dezimiert. Auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) werden die Tiere als vom Aussterben bedroht geführt.

RND/dpa

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