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Sturm-Chaos: Mehrere ICE evakuiert, Hochwasser schließt Touristen ein

  • Herbststürme sorgen im Norden Deutschlands für Störungen im Bahnverkehr.
  • Einige ICEs müssen die Fahrt unterbrechen und am späten Abend evakuiert werden.
  • Auf Norderney schließt Hochwasser Urlauber ein, sie werden von einem Hubschrauber gerettet.
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Hannover. Stürmischer Wind hat am Dienstag für starke Störungen im Bahnverkehr in Norddeutschland gesorgt - mehrere ICE mussten am späten Abend evakuiert werden, teilte die Bahn mit. Auf der Insel Insel Norderney wurden fünf Urlauber vom Hochwasser eingeschlossen, in Mecklenburg-Vorpommern kenterte ein Segelboot.

Wegen umgestürzter Bäume auf den Gleisen meldete die Bahngesellschaft Metronom starke Einschränkungen auf ihren Strecken. Unter anderem sollte die Strecke zwischen Hannover und Uelzen bis Mitternacht voll gesperrt werden. Auch die Verbindung zwischen Hamburg und Bremen war voll gesperrt. Zu erheblichen Verspätungen kam es ferner zwischen Hannover und Göttingen in beiden Richtungen sowie auf der Strecke Uelzen-Lüneburg-Hamburg. Teilweise sollten Ersatzbusse fahren.

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Auch bei der Deutschen Bahn ist der Zugverkehr stark beeinträchtigt, wie das Unternehmen per Twitter mitteilte. Einige ICE's mussten die Fahrt unterbrechen. „Bei #ICE1272, #IC2900, #IC2173, #ICE1749, #ICE885 dauert es leider länger“, hieß es. Die Züge stünden im Streckenabschnitt und könnten ihre Fahrt leider nicht fortsetzen. „Die Evakuierung der Züge ist im Gange oder beginnt in Kürze“, meldete die Bahn gegen 21.40 Uhr.

Hochwasser schließt Inselurlauber ein - Hubschrauber rettet Gruppe

Ein Hubschrauber hat vier vom Wasser eingeschlossene Urlauber und ein Kleinkind auf der Insel Norderney in Sicherheit gebracht. Die Gruppe war nach Angaben der Feuerwehr am Dienstag im Osten der Insel auf eine Düne geklettert und hatte einen Notruf abgesetzt. Zuvor war das Hochwasser wegen eines Sturms in der Nordsee deutlich höher als normal ausgefallen. Wegen des hohen Wasserstandes konnte die Feuerwehr die Gruppe nicht mehr mit geländegängigen Fahrzeugen erreichen. Ein Rettungshubschrauber nahm die Urlauber schließlich an Bord und brachte sie zurück auf einen Parkplatz.

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Im Video: Sturm sorgt für Bahn-Chaos

Video
Sturmtief sorgt im Norden für Störungen im Bahnverkehr
0:51 min
In der Nacht machten kräftige Sturmböen Zugreisenden das Leben schwer und sorgten teilweise für lange Verspätungen.  © dpa
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Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz hatte für Dienstag und die Nacht zum Mittwoch vor erhöhten Wasserständen an der niedersächsischen Küste gewarnt. Demnach besteht Überflutungsgefahr für Strände und Flächen vor den Deichen.

Segelboot bei Sturm auf Müritz verunglückt

Für fünf Segler ging ein Bootsunglück am Dienstag auf der Müritz vor Klink (Mecklenburgische Seenplatte) glimpflich aus. Bei stürmischem und böigem Südwestwind bis zu Stärke acht war ihr Boot so gekentert, dass sich der Mast in den Boden des Sees rammte. Wie ein Sprecher der Wasserschutzpolizei in Waren erklärte, konnte ein Fahrgastschiff alle fünf Besatzungsmitglieder aufnehmen, bevor die Retter am Unfallort waren. Das Segelboot sei von der Feuerwehr geborgen worden.

Bei Neuenkirchen (Landkreis Vorpommern-Greifswald) ist am Dienstag ein 16-jähriger Mopedfahrer von einer Windböe erfasst worden und gestürzt. Dabei habe er sich schwer verletzt, teilte die Polizei mit. Nach der Spurenlage an der Unfallstelle an der Kreisstraße 58 zwischen Blesewitz und Neuenkirchen „wird gegenwärtig davon ausgegangen, dass das Leichtkraftrad von einer Windböe erfasst und nach links von der Fahrbahn gedrückt wurde“. Dort befuhr der 16-Jährige den Angaben zufolge noch einige Zeit die Böschung, bis er an einem Baum zum Stehen kam.

RND/dpa/seb