Tornado richtet schwere Schäden in Ortschaft bei Kiel an: „Schneise der Verwüstung“

  • Am Donnerstagmorgen fegt ein mutmaßlicher Tornado über die Ortschaft Klausdorf bei Kiel hinweg.
  • Mehrere Häuser werden schwer beschädigt und Bäume entwurzelt.
  • Der Ortswehrführer spricht von Glück, dass niemand durch den Tornado verletzt wird.
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Schwentinental. Ein mutmaßlicher Tornado hat am Donnerstagmorgen schwere Schäden in Schwentinental bei Kiel angerichtet. Feuerwehr-Einsatzleiter Kai Lässig berichtete, er habe den Rüssel des Wirbelsturms selbst gesehen. Der Sturm habe im Ort eine „Schneise der Verwüstung“ auf etwa 100 Metern Breite hinterlassen.

Ob der Deutsche Wetterdienst (DWD) den Sturm tatsächlich als Tornado einstuft, werde geprüft, wenn Meldungen dazu eingegangen seien, sagte ein Sprecher.

Mehrere Häuser im Ortsteil Klausdorf seien schwer beschädigt worden, berichtete Lässig weiter. Bäume seien umgestürzt und hätten Autos unter sich begraben. Verletzte gab es nach seinen Angaben nicht. Der Sturm sei gegen 7.30 Uhr aus Richtung Kiel durch den Ort gezogen. Er habe unter anderem Gartenhäuser, Wintergärten und Gewächshäuser zerstört.

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Im Osten und Nordosten werden orkanartige Böen von bis zu 105 Kilometern pro Stunde gemessen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) mahnt die Menschen zur Vorsicht.  © Reuters

Ortswehrführer: „Haben ganz schön Glück im Unglück gehabt“

Mittlerweile beruhige sich die Lage in Klausdorf wieder, berichten die „Kieler Nachrichten“ (KN). Gegen 12.30 Uhr seien die ersten von insgesamt 35 bis 40 Einsatzkräften entlassen worden. „Wir haben ganz schön Glück im Unglück gehabt. Es gibt viele kleinere Schäden, niemand ist ernsthaft verletzt worden“, sagt Ortswehrführer Kai Lässig den KN. „Überall im Ort sind die Dachdecker im Einsatz“, berichtet er der Zeitung.

Auch an anderen Orten in Schleswig-Holstein stürzte der Sturm Bäume um. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes gehörte Schleswig-Holstein am Morgen allerdings zu den Bundesländern mit den geringsten Windgeschwindigkeiten in Deutschland. Die stärkste Böe wurde in Travemünde mit 89 Kilometern pro Stunde gemessen.

RND/dpa/nis

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