Küste bereitet sich auf ersten Herbststurm „Ignatz“ vor

  • Der erste kräftigere Herbststurm naht.
  • An der Küste drohen leichte Sturmfluten.
  • Die Feuerwehren in Ostfriesland sehen sich gewappnet und empfehlen Hausbesitzern, Vorkehrungen zu treffen.
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Norden. Die niedersächsische Küste bereitet sich auf den ersten Herbststurm des Jahres namens „Ignatz“ vor. Wie der Sturmflutwarndienst des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWNK) in Norden mitteilte, besteht für das Mittagshochwasser am Donnerstag sowie für das Hochwasser in der Nacht zum Freitag die Gefahr einer leichten Sturmflut. Bei Sturmböen aus West und Nordwest kann die Flut dann etwa einen Meter höher auflaufen als das mittlere Tidehochwasser. Strände und Vorländer können überflutet werden.

Feuerwehren sehen sich auf Herbststurm gut vorbereitet

Leichte Sturmfluten seien im Herbst und Winter nichts ungewöhnliches, betonte NLWKN-Sprecher Carsten Lippe. Die Tourismus- und Kurbetriebe entlang der Küste stellten sich ebenso wie die Küstenschützer auf die Sturmflutsaison ab Herbst ein. Ab September und Oktober werden in der Regel etwa die Strandkörbe von den Stränden in die Winterlager geräumt. Im langjährigen Mittel können leichte Sturmfluten laut NLWKN statistisch bis zu zehn Mal in der Saison zwischen September und April auftreten.

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Die Feuerwehren in Ostfriesland sehen sich gut auf den ersten Herbststurm vorbereitet. „Unsere Kettensägen sind immer geschärft“, sagte Sprecher Manuel Goldenstein mit Blick auf mögliche Sturmeinsätze. Auch trotz laufender Herbstferien in Niedersachsen seien die Feuerwehren personell gut aufgestellt. Bürgerinnen und Bürgern riet der Sprecher, Haus und Garten sturmsicher zu machen. Etwa sollten Gartenmöbel gesichert und Pavillons und Zelte am besten abgebaut werden.

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Laut Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes (DWD) soll der Wind von Südwesten bereits am Mittwoch allmählich zunehmen. In der Nacht zum Donnerstag und am Donnerstag selbst bringt Sturmtief „Ignatz“ dann verbreitet stürmische Böen aus westlicher und nordwestlicher Richtung. An der Nordseeküste und auf den Inseln sind demnach auch schwere Sturmböen der Stärke 10 mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 Stundenkilometern möglich. In den Hochlagen des Harzes drohen zudem auch orkanartige Böen.

RND/dpa

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