Studie: Aggressivität im Verkehr steigt leicht

  • Die Unfallforscher des Verbandes der Versicherungswirtschaft haben rund 2000 Menschen zu ihrem Verhalten im Verkehr befragt.
  • Jetzt wurde die Studie “Verkehrsklima 2020” in Berlin vorgestellt.
  • Das Ergebnis zeigt: Das Verhalten wurde eher "aggressiver".
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Berlin. Die Aggressivität im Straßenverkehr ist in den vergangenen Jahren eher leicht gestiegen statt zurückgegangen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie “Verkehrsklima 2020” der Unfallforscher des Verbandes der Versicherungswirtschaft, die am Donnerstag in Berlin vorgestellt wurde.

Die Stimmung sei “eher aggressiver” geworden, sagte der Leiter der Studie, Siegfried Brockmann. In der Befragung von rund 2000 Menschen zu ihrem Verhalten habe es keinen Wert gegeben, der sich verbessert habe, einige hätten sich leicht verschlechtert. So sagen mehr Autofahrer als früher, dass sie einen drängelnden Hintermann auch mal mit einem Tritt auf die Bremse maßregeln (42 Prozent) oder sich sofort abreagieren, wenn sie sich ärgern (45 Prozent).

Anderseits fühlt sich die Mehrheit der Befragten im Straßenverkehr sicher, in der Corona-Pandemie sind es sogar etwas mehr als früher. Frauen fühlen sich unsicherer als Männer und wünschen sich mehr Kontrollen und strengere Gesetze. Die große Mehrheit der Befragten (76 Prozent) ist für eine Null-Promille-Regelung bei Alkohol im Straßenverkehr sowie für regelmäßige Sehtests (69 Prozent) und Prüfungen für alte Verkehrsteilnehmer (62 Prozent). Die Nutzung von Handys am Steuer besonders bei jüngeren Menschen ist weiterhin ein großes Problem.

RND/dpa

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