Störung der Totenruhe: Rodler auf Massengräbern im KZ Buchenwald

  • Ausflugsbesucher sind zuletzt mehrfach auf Massengräbern des früheren KZ Buchenwald Schlitten gefahren.
  • Die Gedenkstätten-Stiftung KZ Buchenwald verstärkt deshalb die Sicherheitsvorkehrungen.
  • Verstöße würden angezeigt.

Weimar. Ausflügler sind am Mahnmal des früheren nationalsozialistischen KZ Buchenwald und auf den Massengräbern mehrfach Schlitten gefahren, als Konsequenz sind die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt worden. Zudem würden Zuwiderhandlungen angezeigt, teilte die Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora am Donnerstag im thüringischen Weimar weiter mit. Zugleich wurde darum gebeten, die Würde der Toten zu wahren und jeglichen Wintersport im gesamten Bereich des ehemaligen Lagers und der Friedhöfe zu unterlassen.

Das am 14. September 1958 eingeweihte Mahnmal ist Teil der Gedenkstätte Buchenwald auf dem Ettersberg in Weimar. In diesem Bereich wurden vor und nach der Befreiung des nationalsozialistischen Konzentrationslagers am 11. April 1945 mehrere Tausend Tote begraben. Das Mahnmal ist ihr Friedhof. „Sportliche Aktivitäten sind hier ein Verstoß gegen die Besucherordnung und eine Störung der Totenruhe“, unterstrich die Stiftung.

RND/dpa

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