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Stiko-Mitglied: Statt der Kinder sollten sich mehr Erwachsene impfen lassen

  • Die Medizinerin Eva Hummers ist Mitglied der Ständigen Impfkommission des RKI.
  • Sie appelliert an die Erwachsenen, sich impfen zu lassen.
  • „Es kann ja nicht sein, dass wir jetzt die Kinder in die Verantwortung nehmen“, sagt die Professorin aus Göttingen.
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Mannheim. Die Medizinerin Eva Hummers, die der Ständigen Impfkommission des RKI angehört, hat an die noch nicht gegen Corona geimpften Erwachsenen appelliert, sich die Spritze geben zu lassen - auch zu Gunsten der Kinder. „Es kann ja nicht sein, dass wir jetzt die Kinder in die Verantwortung nehmen und sagen, sie müssen sich impfen lassen, um impfunwillige Erwachsene in ihrem Umfeld zu schützen, während wir noch nicht wissen, ob die Impfung möglicherweise oder in welchem Umfang sie möglicherweise für die Kinder eine Gefährdung ist“, sagte Hummers dem „Mannheimer Morgen“ (Mittwoch-Ausgabe).

Kritik an der Politik

Zugleich kritisierte die Professorin aus Göttingen die Forderungen an die Ständige Impfkommission (Stiko), die Corona-Impfung auch für Kinder zu empfehlen.

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„Ich finde es nicht sachgerecht und auch unangemessen, wenn die Stiko von manchen Politikern als eine etwas verschlafene Gruppe dargestellt wird, die man daran erinnern müsse, eine ‚Meinung‘ zu äußern“, sagte Hummers, die seit 2011 Mitglied der Kommission ist. „Eine Stiko-Empfehlung ist immer das Ergebnis einer systematischen Aufarbeitung aller verfügbaren Daten. Dafür hat sie eine eigene Geschäftsstelle mit hoch qualifizierten Wissenschaftlern, die diese aufwendige Arbeit vorbereitet.“

RND/dpa

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