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Sterbenskranke Pippa - Mutter wendet sich an Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte

  • Paula Parfitt will den Kampf um ihre sterbenskranke Tochter Pippa (5) nicht aufgeben.
  • Deshalb hat sie nun den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gebeten, in dem Fall einzugreifen.
  • Wiederholt hatten britische Gerichte geurteilt, dass Ärzte die lebenserhaltenden Maßnahmen beenden dürfen.
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London. Im Kampf um das Leben ihrer sterbenskranken Tochter Pippa (5) setzt eine britische Mutter nun auf den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Sie habe das Straßburger Gericht gebeten, in den Fall einzugreifen, sagte Paula Parfitt am Mittwoch der Nachrichtenagentur PA. Britische Gerichte haben wiederholt geurteilt, dass Ärzte die lebenserhaltenden Maßnahmen beenden dürfen. Sie haben keine Hoffnung mehr, das Leben des Mädchens zu retten, das seit gut zwei Jahren mit schweren Hirnschäden in einem Londoner Krankenhaus liegt.

„Ich könnte gewinnen“

„Ich habe einen Antrag beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gestellt“, sagte Parfitt. Sie wisse zwar nicht, ob das Gericht den Fall anhören werde. „Aber ich muss alles tun, was ich kann für Pippa, und ich könnte gewinnen.“ Die alleinerziehende Mutter will ihre Tochter zu Hause pflegen.

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Die fünfjährige Pippa Knight liegt seit rund zwei Jahren todkrank in einem Londoner Krankenhaus. © Quelle: Sinclairslaw/PA Media/dpa

Die fünfjährige Pippa liegt seit rund zwei Jahren mit schweren Hirnschäden in einem Londoner Krankenhaus. Im Januar 2019 erkrankte das Mädchen - eine Grippeerkrankung führte zu schweren Schäden im Gehirn, einer sogenannten akuten nekrotisierenden Enzephalopathie. Die Ärzte haben keine Hoffnung mehr und wollen die lebenserhaltenden Maßnahmen beenden, die Mutter wehrt sich jedoch gerichtlich dagegen. In der Urteilsbegründung vom High Court im Januar hieß es, der Fall sei „herzzerreißend“. Allerdings könne Pippa ihre Umwelt oder Interaktionen mit anderen Menschen nicht wahrnehmen. Eine Verlegung nach Hause mit speziellen Geräten, wie sie die Mutter gefordert hatte, sei daher nicht sinnvoll.

dpa/RND

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