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  • Stau an Himmelfahrt: ADAC warnt vor starkem Verkehr an Vatertag 2020

ADAC warnt: Wieder mehr Staus am langen Himmelfahrts-Wochenende

  • Viel Verkehr und lange Staus sind deutschen Autofahrern in den vergangenen Wochen größtenteils erspart geblieben.
  • Doch zum langen Himmelfahrts-Wochenende nimmt der Reiseverkehr stark zu, warnt der ADAC.
  • Die Experten rechnen mit der höchsten Staugefahr in den Ballungsräumen rund um Hamburg, Berlin, Köln, Frankfurt, Stuttgart und München.
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Autofahrer, die regelmäßig über die Autobahn fahren, konnten sich in den vergangenen Monaten über wenig Verkehr und freie Straßen freuen. Wer am langen Himmelfahrts-Wochenende mit dem Auto unterwegs ist, muss aber wieder mit volleren Straßen rechnen. Wegen der Reisebeschränkungen aufgrund der Corona-Krise dürfte im Vergleich zu den Vorjahren insgesamt aber weniger los sein.

“Am verkehrsreichsten werden Mittwoch, Donnerstag und Freitag”, sagte ADAC-Sprecherin Melanie Mikulla dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Das lange Wochenende sorge wegen der Corona-Krise nicht für Verkehr ins Ausland, “aber im Inland werden einige Menschen ihre Verwandten besuchen”.

Zahlenmäßig gehörte der Tag vor Christi Himmelfahrt in den vergangenen Jahren zu den staureichsten Tagen in Deutschland. Das erwartet die Expertin aufgrund der aktuellen Situation in diesem Jahr nicht. “Wir glauben, dass mehr Menschen am langen Wochenende nahe gelegene Reiseziele anpeilen und in ihrer Region oder ganz zu Hause bleiben”, prognostiziert Mikulla.

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Sonntag wohl der meiste Verkehr

Der ADAC geht trotzdem von einer erhöhten Staugefahr in den Ballungsräumen aus, wie rund um die Städte Hamburg, Berlin, Köln, Frankfurt, Stuttgart und München. Außerdem seien die Fernstraßen von und zur Küste betroffen.

Woher kommen die meisten Reisenden? In den Bundesländern Berlin, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen ist neben dem Feiertag der Freitag ebenso offiziell schulfrei. “Wobei das in dieser Zeit nicht für jeden gleich ins Gewicht fällt”, merkt Mikulla an. Für Arbeitnehmer ist der Freitag auch ein beliebter Brückentag. Mehr Reiseverkehr wird es vermehrt auch in Hamburg, wo die Ferien enden, und in Sachsen-Anhalt, wo sie noch eine Woche andauern, geben.

Der meiste Verkehr wird wohl am Sonntag über die Straßen rollen. “Das ist der klassische Rückreisetag”, erklärt die Expertin und führt aus: “Dazu kommt noch, dass die Lkw in der Corona-Krise an Sonn- und Feiertagen fahren dürfen. Das werden wir merken.” Außerdem sorgen die 670 Baustellen auf den deutschen Autobahnen für Verkehrsbehinderungen. “In Verbindung mit möglichen Unfällen könnte das für Rückstaus sorgen”, sagt die ADAC-Sprecherin.

Am wenigsten Staus im April

Insgesamt hat sich die Zahl der Staus in Deutschland durch die Corona-Krise deutlich verringert. In der siebten Kalenderwoche (10. bis 16. Februar) liegt mit 17.692 Kilometern Länge der diesjährige Höchstwert. Durch den Corona-Lockdown wurde in der 16. Kalenderwoche (13. bis 19. April) mit nur 1763 Kilometern die kürzeste Staulänge gemessen. Mittlerweile steigt dieser Wert stetig und lag in der 20. Kalenderwoche (11. bis 17. Mai) wieder bei 5730 Kilometern.

RND/nis


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