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Blitzeinschläge und Sturmschäden

Schwere Sommergewitter ziehen über weite Teile des Landes – vielerorts Starkregen möglich

Feuerwehrleute räumen in Wentorf bei Hamburg Teile eines bei einem Gewitter auf die Straße gefallenen Baumes beiseite. Bei schweren Sommergewittern über Hamburg und dem Süden Schleswig-Holsteins haben Blitze mehrere Brände verursacht. Die Polizeileitstellen und Lagezentren meldeten auch Sturmschäden, umgestürzte Bäume und abgedeckte Dächer.

Essen. Nachdem Deutschland am Donnerstag unter der Hitze ächzte, zogen schwere Sommergewitter am Abend und in der Nacht über weite Teile des Landes. Die Polizeileitstellen und Lagezentren meldeten vereinzelt auch Sturmschäden, umgestürzte Bäume und abgedeckte Dächer. Auch der Bahnverkehr wurde beeinträchtigt.

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Bahnverkehr im Norden beeinträchtigt

Bei schweren Sommergewittern über Hamburg und dem Süden Schleswig-Holsteins haben Blitze mehrere Brände verursacht. Die Polizeileitstellen und Lagezentren meldeten auch Sturmschäden, umgestürzte Bäume und abgedeckte Dächer.

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Wie die „Lübecker Nachrichten“ berichten, musste im Norden Ostholsteins ein Rettungshubschrauber wegen des Starkregens und der heftigen Sturmböen am Donnerstagabend seinen Flug nach Fehmarn abbrechen und in Lütjenburg landen. Die Feuerwehr musste außerdem wegen umgestürzter Bäume und vollgelaufener Kellerräume ausrücken. Auch in der Kreisstadt Ratzeburg in Schleswig-Holstein sorgte das Unwetter für Aufregung. Wassersportler mussten vom See gerettet, das Wylag auf der Schlosswiese evakuiert werden. Eine Frau wurde dort von einem abgebrochenen Ast am Arm getroffen und verletzt. „Wir hatten alle Glück, dass nicht noch mehr passiert ist“, bilanzierte Feuerwehrchef Christian Nimtz am Freitag.

04.08.2022, Schleswig-Holstein, Ratzeburg: Einsatzkräfte der Feuerwehr sichern einen umgestürzten Baum, der nach einem Gewitter auf einem Zaun in einem Wohngebiet liegt. Foto: Bodo Marks/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

04.08.2022, Schleswig-Holstein, Ratzeburg: Einsatzkräfte der Feuerwehr sichern einen umgestürzten Baum, der nach einem Gewitter auf einem Zaun in einem Wohngebiet liegt. Foto: Bodo Marks/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

In Hamburger Stadtteil Heimfeld schlug den Angaben zufolge am frühen Donnerstagabend ein Blitz in den Dachfirst eines Mehrfamilienhauses. Verletzt worden sei nach ersten Erkenntnissen niemand, sagte eine Polizeisprecherin am Donnerstagabend.

Wegen Unwetterschäden auf einer Bahnstrecke bei Buchholz in der Nordheide (Landkreises Harburg) ist der Zugverkehr von Bremen und von Hannover nach Hamburg beeinträchtigt. Um welche Schäden es sich genau handele, müsse ein Gutachterteam nun feststellen, sagte eine Sprecherin der Deutschen Bahn am späten Donnerstagabend. Es sei mit Umleitungen, Verspätungen und Zugausfällen zu rechnen. Wie lang die Reparaturarbeiten andauern, war bislang unklar.

Starkregen am Freitag in NRW möglich

Auch die Menschen in Nordrhein-Westfalen müssen sich auf einen verregneten und wenig sommerlichen Freitag einstellen. Am Morgen ist der Himmel wechselnd bis stark bewölkt und besonders in der Südosthälfte des Landes kommt es zu schauerartigem und teilweise gewittrigem Regen, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit.

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Auch Starkregen könne dabei lokal nicht ganz ausgeschlossen werden. Die Temperaturen liegen bei schwachem bis mäßigem Wind zwischen 22 und 25 Grad, in Hochlagen bei 19 Grad. In der Nacht ist der Himmel laut Angaben des DWD weiterhin bedeckt, es bleibt allerdings trocken.

Gewitter in Bayern, aber kein flächendeckender Regen

Die nahende Kaltfront verspricht auch in Bayern nach den vergangenen heißen Tagen etwas Abkühlung. Sie bringt auch einige Schauer und Gewitter mit nach Bayern, die mit Starkregen und schweren Sturmböen sogar kräftig ausfallen können. Dennoch wird sich an der Trockenheit in weiten Teilen des Freistaats vorerst nicht viel ändern: „Das ist nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, weil es gerade in Franken nicht flächendeckend regnen wird“, sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD).

Der Freitag wird in vielen Regionen Bayerns zunächst noch einmal heiß. 30 Grad sind vielerorts drin, im Regensburger Raum dürften es sogar 35 Grad werden. „Im Tagesverlauf ziehen dann aber schon ein paar Wolken von Westen auf“, erläuterte der Fachmann. Am Nachmittag und Abend kämen dann einzelne Schauer und Gewitter hinzu, die örtlich auch Starkregen und schwere Sturmböen bereithielten. „Doch viele Orte und Regionen werden noch ganz trocken durch den Tag kommen.“

Sachsen und Sachsen-Anhalt: Starkregen und stürmische Böen möglich

Auch die Menschen in Sachsen und Sachsen-Anhalt müssen sich auf ein warmes und bewölktes Wochenende einstellen. Am Freitag kann es am Mittag und in der Nacht zu einzelnen, starken Gewittern kommen, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Freitag mitteilte. Dabei können Starkregen, Hagel und stürmische Böen auftreten. Die Temperaturen am Freitag reichen von 30 Grad im Leipziger Raum bis 36 Grad in der Oberlausitz. Die Tiefstwerte liegen zwischen 17 und 13 Grad. Im Norden bleibt es nachts trocken, im Süden und Osten gibt es Schauer und Gewitter.

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„Wir erwarten einen kompletten Wetterwechsel nach dem sehr heißen Tag gestern“, sagte ein Sprecher des DWD. Eine Kaltfront verdränge im Laufe des Tages die warme Luft der vergangenen Tage.

Hauptverkehrsader in Mecklenburg-Vorpommern gesperrt

Der Gewittersturm, der am Donnerstagabend über Teile Mecklenburg-Vorpommerns zog, hat teilweise Einschränkungen im Straßenverkehr verursacht. Wie die „Ostsee-Zeitung“ am Freitag berichtet, ist die Hauptverkehrsader in Richtung Boltenhagen seit Donnerstagabend gesperrt. Der Grund sind abgebrochene Äste, die in den Baumkronen hängen. Der kurze aber schwere Gewittersturm, der am Donnerstag gegen 19 Uhr eingesetzt hatte, hatte zahlreiche Bäume beschädigt an der Landesstraße zwischen Damshagen und Klütz (Landkreis Nordwestmecklenburg).

Sommerliches Wetter in der kommenden Woche

Am Samstag werden dann in ganz Deutschland Temperaturen von maximal 28 Grad erwartet, erklärte Diplom-Meteorologe Jürgen Schmidt vom Wetterkontor dem Redaktions­Netzwerk Deutschland (RND) am Donnerstag. „Die große Hitze ist dann erst mal weg“. Es werde aber recht freundlich, auch am Sonntag mit Temperaturen im Norden zwischen 20 und 25 Grad und im Süden bis zu 30 Grad. Das verdanken wir Hoch „Oskar“, so der Meteorologe. Das Hoch bringe dann auch am Anfang nächster Woche sommerliches Wetter.

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RND/liz/dpa

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