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Stadt kippt Skatepark mit Rollsplitt zu – Jugendliche schaufeln ihn wieder frei

  • Wegen Verstößen gegen die Corona-Auflagen hatte die Stadt Dieburg ihren Skatepark mit Rollsplitt zugeschüttet.
  • Die Aktion sorgte für viel Kritik – und rief jetzt eine Gruppe junger Menschen auf den Plan, die selbst zu Schaufel und Besen griffen.
  • Fotos und Videos zeigen die wieder vom Splitt befreiten Rampen.
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Dieburg. In einer umstrittenen Aktion hatte die hessische Stadt Dieburg vor einigen Tagen ihren Skatepark mit Rollsplitt zu­ge­schüt­tet. Der Bürgermeister begründete die Aktion, die er selbst als „plakativ, aber wirksam“ bezeichnete, danach mit wieder­holten Verstößen gegen die Corona-Auflagen. Inzwischen ist der Splitt größtenteils verschwunden – ein spätes Einsehen der Stadt steckt allerdings nicht dahinter.

Offenbar zahlreiche junge Menschen befreiten die Skateanlage in der Nacht zu Donnerstag von den grobkörnigen Steinen, wie zahlreiche in sozialen Medien veröffentlichte Fotos und Videos zeigen. Auf den Aufnahmen ist auch zu sehen, dass vor einer der frei gekehrten Rampen der Schriftzug „Gruß an den Bürgermeister“ auf den Boden gesprayt ist.

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Eine weiteres, vielfach geteiltes Foto zeigt mehrere Haufen Splitt, die offenbar vor dem Rathaus der Stadt Dieburg abgeladen wurden.

Das Vorgehen der Stadt hatte für teilweise große Empörung gesorgt, Bürgermeister Frank Haus (parteilos) verteidigte die Aktion aber gegen Kritik: „Die Welle, die das jetzt schlägt, ist für uns schon überraschend. Ich befürchte, dass sich da jetzt eine bestimmte Gruppe austobt, die den Corona-Maßnahmen insgesamt skeptisch gegenübersteht“, sagte Haus am Dienstag in einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Er finde die Empörung „etwas übertrieben, so weh tut diese Maßnahme jetzt nicht“.

Die Pressestelle der Stadt Dieburg war am Donnerstag zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

RND/seb

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